Aktien New York: Dow knüpft an Vortageserholung an

NEW YORK (awp international) - Auch am Mittwoch ist an den US-Aktienmärkten Entspannung angesagt: Sämtliche Indizes knüpften an ihre Erholung vom Vortag an und tendierten klar fester. Händler begründeten die erneuten Gewinne mit Spekulationen, dass sich die wichtigsten Zentralbanken möglichen negativen Folgen des Ausstiegs der Briten aus der EU entgegenstemmen werden, hiess es. Die Panik der Anleger dürfte fürs Erste verflogen sein, kommentierten Börsianer, raten wegen diverser Unsicherheitsfaktoren aber weiter zur Vorsicht.
29.06.2016 20:12

Der Dow Jones Industrial stieg im Verlauf zuletzt um 1,36 Prozent auf 17 646,71 Punkte. Tags zuvor hatte der Leitindex bereits 1,57 Prozent dazugewonnen und somit fast die Hälfte der rasanten Verluste seit dem Brexit-Votum vom vergangenen "Black Friday" wettgemacht. Der marktbreite S&P 500 gewann am Mittwoch 1,49 Prozent auf 2066,35 Zähler. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 ging es um 1,68 Prozent auf 4362,76 Punkte nach oben.

Aktuelle US-Konjunkturdaten hinterliessen keinen bleibenden Eindruck auf die Kurse. Die Einkommen privater Haushalte sind im Mai etwas unterhalb der Markterwartungen ausgefallen. Die Teuerung blieb moderat. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe ist im Mai um unerwartet deutliche 3,7 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Dies war der stärkste Rückgang seit sechs Jahren.

Aus Branchensicht waren vor allem Ölwerte gefragt. So legten Chevron an der Dow-Spitze um 2,82 Prozent zu. Exxon Mobil gewannen 1,91 Prozent. ConocoPhillips rückten gar um 4,61 Prozent vor.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von Nike im Anlegerfokus. Beim weltgrössten Sportartikel-Hersteller gingen weniger Bestellungen für die kommenden Monate ein als von Analysten erwartet. Umsatz und Gewinn (EPS) lagen im abgelaufenen Quartal jedoch im Rahmen der Erwartungen. Vom nachbörslichen Kursrutsch am Dienstag um bis zu 7 Prozent war am Mittwoch nichts mehr zu spüren. Die Aktie stieg zuletzt um 2,64 Prozent, obwohl mehrere Analystenhäuser ihre Kursziele gesenkt hatten.

Der von Bayer umworbene US-Saatgutspezialist Monsanto lässt sich bei der Milliarden-Offerte des Konkurrenten nicht in die Karten schauen. Bei Vorlage der Quartalsbilanz erklärte Konzernchef Hugh Grant am Mittwoch lediglich, dass er in den vergangenen Wochen mit dem Bayer-Management und auch anderen Gesprächspartnern geredet habe. Er zeigte sich weiter von der Logik einer Zusammenlegung der Geschäfte überzeugt und gab sich offen für entsprechende strategische Optionen.

Derweil fiel der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) von Monsanto im abgelaufenen Quartal deutlich schwächer aus als von Analysten gedacht. Der Konzern erwartet zudem den Jahresgewinn am unteren Ende der angepeilten Spanne. Zuletzt verteuerten sich die Monsanto-Titel dennoch um 2,86 Prozent./edh/das

(AWP)