Aktien New York: Dow reduziert seine Verluste

Die Wall Street hat sich am Montag etwas von ihren anfänglichen Verlusten erholt. Technologiewerte drehten sogar moderat ins Plus.
27.03.2017 20:22

Der Dow Jones Industrial verlor nur noch 0,27 Prozent auf 20 541,05 Punkte. In Folge der Kursverluste vom Freitag hatte der US-Leitindex vergangene Woche ein Minus von rund 1,5 Prozent erlitten, nachdem er seit Anfang November fast nur nach oben geklettert war.

Für den breiter gefassten S&P 500 ging es am Montag um 0,20 Prozent auf 2339,35 Punkte abwärts. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 legte um 0,17 Prozent auf 5373,11 Punkte zu.

Vor dem Wochenende war es der neuen Regierung unter Präsident Donald Trump nicht gelungen, die Gesundheitsreform - und damit eines der grössten Wahlversprechen des neuen Präsidenten - durch das Parlament zu bringen. Da die Abstimmung als Test für die grundsätzliche Reformfähigkeit der Regierung gilt, habe das Vertrauen in den Republikaner einen erheblichen Dämpfer erlitten, sagte Marktanalyst Michael Hewson vom Handelshaus CMC Markets UK. Börsianer betonten jedoch auch, dass es weiterhin keine Zeichen für eine Abschwächung der Konjunktur gebe.

Aktien von Krankenhausgesellschaften erwiesen sich derweil als Profiteure der vorerst gescheiterten Pläne für eine Gesundheitsreform, weil nun auch weiterhin viele Millionen Amerikaner in Krankenhäusern behandelt werden können. So zogen die Anteilsscheine von HCA Holdings um knapp 4,5 Prozent an.

Angesichts des trüben Umfeldes waren die als konjunktursensibel geltenden Finanzwerte nicht gut gelitten. So büssten die Anteilsscheine von Goldman Sachs und die Papiere des Kreditkartenanbieters American Express jeweils mehr als 1 Prozent ein.

Die weiter fallenden Ölpreise belasteten die Papiere der Ölgesellschaften. So verloren die Aktien von Chevron rund 1,5 Prozent. Marktbeobachter erklärten den Preisdruck mit der steigenden Zahl von Bohrlöchern zur Ölförderung in den USA.

Die Anteilsscheine von Dupont und Dow Chemical legten nach einem verhaltenen Start um jeweils mehr als 1 Prozent zu. Die EU-Kommission billigte den Zusammenschluss der beiden US-Chemieriesen mit Auflagen. DuPont muss einen grossen Teil seiner Pestizidsparte verkaufen.

Ansonsten bewegten Analystenkommentare die Kurse: Die Papiere von Snap schnellten um rund 7 Prozent in die Höhe. Zahlreiche Analysten nahmen die Bewertung des Anfang März an die Börse gegangenen Unternehmens mit einem positiven Anlageurteil auf. Hinter der Firma steht die beliebte Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

Die Anteilsscheine des Unterhaltungselektronikhändlers Best Buy wurden von den Analysten von Piper Jaffray von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft. Die Papiere gewannen fast 3 Prozent./la/stb

(AWP)