Aktien New York: Dow unter Druck vor Fed-Sitzung - Ölpreis im Fokus (AF)

Am Tag vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed sind die Anleger in New York am Dienstag zunächst keine Risiken mehr eingegangen. Belastet vom unter Druck stehenden Ölpreis rutschte der Dow Jones Industrial nach zögerlichem Start etwas tiefer ins Minus ab. Nach eineinhalb Handelsstunden stand der Leitindex 0,33 Prozent tiefer bei 20 813,24 Punkten. Er droht so auf dem niedrigsten Stand seit Ende Februar zu schliessen.
14.03.2017 16:13

In den weiteren Indizes standen noch etwas grössere Verluste auf der Kurstafel. Der breiter gefasste S&P 500 verlor 0,53 Prozent auf 2360,82 Zähler, und für den Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ging es um 0,51 Prozent abwärts auf 5367,30 Punkte.

Aktuelle Wirtschaftsdaten wie etwa zu den US-Erzeugerpreisen blieben am Dienstag ohne Marktauswirkungen. Im Fokus steht bereits das nächste Treffen der Notenbanker, die am Mittwoch über ihre Geldpolitik entscheiden. Eine Leitzinsanhebung um 0,25 Prozentpunkte gilt dann bereits als ausgemachte Sache. Deshalb warten die Anleger vor allem auf Hinweise zum weiteren geldpolitischen Kurs der Währungshüter in den kommenden Monaten.

Der Ölpreis ging auf Talfahrt, weil Saudi-Arabien seine Fördermenge erhöhte - trotz eines laufenden Programms zur Produktionskürzung. Entsprechend waren Chevron im Dow mit Abgaben von 1,6 Prozent unter den schwächsten Werten zu finden. Auch ExxonMobil gehörten dort mit 1 Prozent zu den Verlierern. Im S&P kamen die Titel des Ölfeld-Dienstleisters Halliburton und des Ölkonzerns ConocoPhillips jeweils mit mehr als 3 Prozent unter Druck.

Unternehmensnachrichten blieben erneut Mangelware. Valeant fielen mit einem Kursrutsch von fast 12 Prozent negativ auf, nachdem Finanzinvestor Bill Ackman am Vorabend nach der Schlussglocke für einen Paukenschlag sorgte. Durch den Verkauf seiner gut fünfprozentigen Beteiligung verliert das Pharmaunternehmen einen der grössten Anteilseigner.

Intel blieben im Dow wegen der Nachwehen des am Vortag vermeldeten Zukaufs von Mobileye mit rund 1 Prozent unter Druck. Das Analysehaus Jefferies sorgt sich angesichts der Übernahme des israelischen Herstellers von Fahrerassistenzsystemens vermehrt um die Stärken von Intel und strich den Papieren die bisherige Kaufempfehlung. Dass der Chipkonzern seine Barmittel für Zukäufe in neuen Marktsegmenten einsetze, wertete Analyst Mark Lipacis als bedenklich.

Eine weitere Analystenstimme wirkte sich bei Corning deutlich negativ aus. Nach einer zuletzt überdurchschnittlichen Kursentwicklung sei das Kurspotenzial bei dem Hersteller von Smartphone-Gläsern begrenzt, begründete Goldman-Sachs-Analyst Doug Clark seinen nunmehr neutralen Blick auf die Aktie, die am Dienstag um 2,6 Prozent fiel. Die Goldman-Experten blicken nun auch weniger optimistisch auf das Branchenumfeld für mobile Hardware insgesamt./tih/fbr

(AWP)