Aktien New York: Dow wieder unter 20'000 Punkte - Einreisestopp belastet

Das vom amerikanischen Präsidenten Donald Trump verfügte Einreiseverbot für Menschen aus bestimmten muslimisch geprägten Ländern hat den US-Aktienmärkten einen schwächeren Wochenstart eingebrockt. Frische heimische Konjunkturdaten verliehen am Montag kaum Impulse.
30.01.2017 16:30

Der Dow Jones Industrial sank zuletzt um 0,88 Prozent auf 19'917,87 Punkte. In der Vorwoche war der US-Leitindex zum ersten Mal in seiner Geschichte über die Marke von 20 000 Punkten gesprungen. Der breiter gefasste S&P 500 verlor am Montag 0,99 Prozent auf 2'272,02 Punkte. Der Nasdaq 100 gab um 1,25 Prozent auf 5'103,28 Punkte nach.

Nachdem die US-Börsen in der Vorwoche von Erwartungen an eine wirtschaftsfreundliche Politik Trumps aufwärts getrieben worden seien, rückten nun mögliche negative Folgen von Trumps Protektionismus in den Blickpunkt, kommentierten die Analysten Mike van Dulken und Henry Croft von Accendo Markets. So könnten mögliche Einfuhrzölle auf chinesische Produkte die Globalisierung ausbremsen, führten die Experten aus.

Die Konsumausgaben der privaten US-Haushalte waren im Dezember wie erwartet um 0,5 Prozent zum Vormonat gestiegen, wie das US-Handelsministerium am Montag mitteilte. Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen US-Hausverkäufe hatte im Dezember überraschend deutlich zugelegt. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe waren zum Vormonat um 1,6 Prozent geklettert, während Volkswirte ein Plus von lediglich 1,0 Prozent erwartet hatten.

Aus Unternehmenssicht waren Nachrichten am Montag Mangelware. Die Papiere von American Airlines sackten um mehr als 5,6 Prozent ab und waren damit schwächster Wert im Dasdaq-100-Index. Als Hauptbelastungsfaktor nannten Händler den Einreisestopp der US-Regierung.

Die Grossbank Citigroup zieht sich bis Ende 2018 aus dem Hypotheken-Servicegeschäft zurück. Was langfristig Kosten sparen soll, wird im laufenden Quartal aber den Gewinn mit rund 400 Millionen Euro vor Steuern schmälern. Die Citigroup-Titel fielen zuletzt um 2,2 Prozent.

Der Fitness-Spezialist Fitbit greift nach einem unerwartet schwachen vierten Quartal zu Stellenstreichungen. Das wichtige Weihnachtsquartal war viel schlechter als der bisher führende Anbieter von Fitnessbändern selbst erwartet hatte. Die Aktien brachen um fast 13 Prozent ein.

Die Aktien von Tempur Sealy brachen um 28 Prozent ein. Der US-Matratzenhersteller hatte sich mit dem Möbelhändler Steinhoff nicht auf ein neues Lieferabkommen einigen können./edh/he

(AWP)