Aktien New York: Erholung zum Wochenauftakt - Dow über 22000 Punkte

Die US-Aktienmärkte sind dank nachlassender Sorgen um den Konflikt zwischen den USA und Nordkorea erholt in die neue Woche gestartet. Der Dow Jones Industrial überwand im frühen Handel die Marke von 22 000 Punkten, die er nach seinem Rekordhoch vergangenen Dienstag bei 22179 Punkten zwei Tage später gerissen hatte. Zuletzt notierte das Börsenbarometer 0,64 Prozent höher bei 21 999,28 Punkten. In der Vorwoche hatte der US-Leitindex mit etwas mehr als einem Prozent den grössten Wochenverlust seit März verzeichnet.
14.08.2017 16:23

Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es am Montag um 0,88 Prozent auf 2462,75 Punkte nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,08 Prozent auf 5894,50 Punkte.

"Der Risikoappetit an den Märkten kehrt am Montag allmählich wieder zurück", schrieb Craig Erlam vom Broker Oanda. Sollten die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea nicht von neuem aufflackern, dann könnten sich Investoren also wieder Aktien zuwenden. Mit Blick auf den Konflikt gelte nun: "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten".

Von der Konjunktur gab es zu Wochenbeginn keine grösseren Impulse. Erst am Dienstag stehen mit einem Frühindikator der regionalen Notenbank von New York und dem Einzelhandelsumsatz im Juli wieder potenziell kurstreibende Daten auf der Agenda.

Aus Branchensicht waren Finanzwerte mit einem Plus von 1,4 Prozent am stärksten gefragt. Entsprechend standen die Papiere von Goldman Sachs , JPMorgan und Visa mit Gewinnen zwischen 2,2 und 1,4 Prozent an der Spitze des Dow. Ihnen folgten Aktien aus dem IT-Sektor mit plus 1,3 Prozent. Schwächste Branche waren Energiewerte, die aber immerhin um 0,3 Prozent zulegten.

Aktien von Tesla stiegen um 2,2 Prozent. Kreisen zufolge will sich der Hersteller von Elektroautos über Anleihen 1,8 Milliarden US-Dollar beschaffen, mehr als die ursprünglich in Aussicht gestellten 1,5 Milliarden Dollar. Tesla will mit dem Kapital die Produktion ankurbeln,

Ein kritischer Kommentar im US-Anlegermagazin Barron's zu Netflix lastete auf den Papieren der Onlinevideothek, die um 1,3 Prozent nachgaben. Die Autoren verwiesen auf das bevorstehende Ende der Partnerschaft mit dem Unterhaltungskonzern Disney sowie die Konkurrenz durch Amazon . Disney hatte jüngst eigene Streaming-Dienste angekündigt./edh/he

(AWP)