Aktien New York: Erneute Rekorde bei S&P und Nasdaq - Dow kaum verändert

Die Rekordjagd beim S&P 500 und dem Nasdaq 100 hat sich am Donnerstag zum Handelsstart fortgesetzt. Der Leitindex Dow Jones Industrial hinkte seinen Indexkollegen aber weiter hinterher: mit einem wenig veränderten Start blieb ihm ein Angriff auf seine bisherige Bestmarke bei 21 681 Punkten weiter verwehrt. Er stand zuletzt leicht mit 0,08 Prozent im Minus bei 21 623,05 Punkten.
20.07.2017 16:38

Der marktbreite S&P 500 jedoch stieg in den ersten Minuten bis auf 2477,62 Punkte, bevor er dann den Schwung verlor. Zuletzt lag er so gut wie unverändert bei 2474,15 Punkten. Der Nasdaq 100 stand zuletzt wie der Dow knapp im Minus bei 5913,311 Zählern. Zuvor hatte er seine Bestmarke noch auf 5932,611 Punkte nach oben geschraubt.

Während die Berichtssaison der Unternehmen in den USA bereits auf Hochtouren läuft, standen auch Konjunkturdaten und Notenbanken im Mittelpunkt - ohne jedoch die Kurse massgeblich zu beeinflussen. Das Geschäftsklima in der Region Philadelphia hatte sich im Juli stärker als erwartet eingetrübt. Sowohl die Bank of Japan als auch ihre Kollegen von der EZB hielten derweil unbeirrt an ihrer Geldschwemme fest.

Bei den Einzelwerten standen einige Unternehmen im Mittelpunkt, die am Vorabend schon nachbörslich Zahlen vorgelegt hatten. Für American Express ging es infolge dessen im Dow um 0,78 Prozent abwärts. Das Ende einer Partnerschaft mit dem Grosshändler Costco hatte dem Kreditkartenanbieter im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Im Tagesverlauf werden ausserdem noch Zahlen des Konkurrenten Visa erwartet.

Unter den Technologiewerten an der Nasdaq sackten Qualcomm um 4,5 Prozent auf den tiefsten Stand seit Anfang Mai ab. Der Chipkonzern erhält wegen des eskalierten Streits mit Apple derzeit keine Lizenzzahlungen von den iPhone-Auftragsfertigern. Das hatte ihm weiter die Quartalszahlen verhagelt. Ein Umsatzrückgang und ein Gewinneinbruch waren im dritten Geschäftsquartal die Folge.

Bei den Aktien von T-Mobile US blieb eine vorbörslich erwartete positive Reaktion auf die Resultate für das zweite Quartal aus. Sie zeigten sich trotz übertroffener Erwartungen und einer angehobenen operativen Gewinnprognose kaum verändert. Philip Morris dagegen rutschten infolge einer gekürzten Gewinnprognose um 2,34 Prozent ab. Erst nach Börsenschluss werden am Donnerstag die Zahlen von Ebay und Microsoft erwartet.

Gänzlich ohne Zahlen waren Nike am Donnerstag der mit Abstand beste Dow-Wert. Sie zogen um 2,28 Prozent an, nachdem die US-Bank Morgan Stanley bei dem Sportartikelkonzern zum Übergewichten rät. Laut Analyst Jay Sole ist es an der Zeit, um bei den Aktien auf dem Tiefpunkt des Zyklus noch zuzugreifen./tih/he

(AWP)