Aktien New York: Fester - Dow knackt Marke von 22 000 Punkten

Hoffnungen auf eine Abkühlung des aufgeheizten Konflikts zwischen den USA und Nordkorea haben die US-Aktienmärkte zum Wochenstart beflügelt. Der Dow Jones Industrial überwand die Marke von 22 000 Punkten, die er in der Vorwoche gerissen hatte. Zuletzt notierte das Börsenbarometer 0,67 Prozent höher bei 22 004,07 Punkten.
14.08.2017 20:05

Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es am Montag um 1,02 Prozent auf 2466,11 Punkte nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,28 Prozent auf 5905,90 Punkte.

"Der Risikoappetit an den Märkten kehrt am Montag allmählich wieder zurück", schrieb Craig Erlam vom Broker Oanda. Sollten die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea nicht von neuem aufflackern, dann könnten sich Investoren also wieder Aktien zuwenden. Mit Blick auf den Konflikt gelte nun: "Keine Nachrichten sind gute Nachrichten".

Von der Konjunktur gab es zu Wochenbeginn keine grösseren Impulse. Erst am Dienstag stehen mit einem Frühindikator der regionalen Notenbank von New York und dem Einzelhandelsumsatz im Juli wieder potenziell kurstreibende Daten auf der Agenda.

Aus Branchensicht waren Aktien aus dem IT-Sektor mit einem Plus von 1,5 Prozent am stärksten gefragt. Unter den Einzelwerten zeigten sich vor allem die Titel von Chipherstellern wie Nvidia, Western Digital und Micron Technology mit Gewinnen zwischen 6,0 und 3,5 Prozent in Top-Verfassung. Auch Finanzwerte waren mit einem Index-Plus von 1,5 Prozent überdurchschnittlich stark unterwegs. Im Dow standen die Papiere von Goldman Sachs und Visa mit Gewinnen von jeweils 1,9 Prozent an der Spitze.

Aktien von Tesla stiegen um 1,8 Prozent. Kreisen zufolge will sich der Hersteller von Elektroautos über Anleihen 1,8 Milliarden US-Dollar beschaffen, mehr als die ursprünglich in Aussicht gestellten 1,5 Milliarden Dollar. Tesla will mit dem Kapital die Produktion ankurbeln,

Ein kritischer Kommentar im US-Anlegermagazin Barron's zu Netflix lastete auf den Papieren der Onlinevideothek, die um 0,3 Prozent nachgaben. Die Autoren verwiesen auf das bevorstehende Ende der Partnerschaft mit dem Unterhaltungskonzern Disney sowie die Konkurrenz durch Amazon . Disney hatte jüngst eigene Streaming-Dienste angekündigt./edh/he

(AWP)