Aktien New York: Freundlich - Techwerte wieder besser als Standardwerte

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial hat seine zum Handelsauftakt am Mittwoch verbuchten Gewinne im frühen Verlauf deutlich reduziert. Zuletzt stand das Barometer nur noch mit 0,06 Prozent im Plus bei 22'297,94 Punkten, nachdem er kurzzeitig sogar ins Minus gedreht war. An den vier Handelstagen davor hatte der Dow jeweils moderate Verluste verzeichnet.
27.09.2017 17:29

Daten vom US-Immobilienmarkt hatten am Mittwoch enttäuscht. So war die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe - auch schwebende Hausverkäufe genannt - im August überraschend stark gefallen. Die zuvor veröffentlichten Aufträge für langlebige Güter im August waren dagegen unerwartet deutlich gestiegen.

Für den marktbreiten S&P 500-Index ging es bislang um 0,14 Prozent auf 2'500,28 Punkte hoch. Deutlicher im Plus mit 0,54 Prozent auf 5'913,03 Punkten notierte der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100.

Längere Zeit nicht mehr im Fokus, stehen an diesem Mittwoch auch die Steuerpläne des US-Präsidenten wieder einmal auf der Agenda. Medienberichten zufolge will Donald Trump diese nun am Abend mitteleuropäischer Zeit vorlegen und vor allem Unternehmen deutlich entlasten.

Unter den Einzelwerten verloren die Aktien von Nike am Dow-Ende mehr als 4 Prozent. Sinkende Verkäufe im Heimatmarkt und eine Absatzflaute bei der Zweitmarke Converse machen dem Sportartikelriesen zu schaffen. Der Umsatz im Geschäftsquartal bis Ende August war etwas hinter den Erwartungen geblieben. Nike hatte die Zahlen am Vorabend nach Börsenschluss vorgelegt.

Fest präsentierten sich indes Bankenwerte. Goldman Sachs und JPMorgan rückten als die beiden besten Werte im Dow um 1,6 und 1,2 Prozent vor. Händler verwiesen dazu auf die Kursverluste und im Gegenzug die gestiegenen Renditen am Anleihemarkt und begründeten diese mit einer Mischung aus steuer- und geldpolitischen Erwartungen an Trump und die Notenbank Fed. Jüngste Äusserungen der Fed-Vorsitzenden Janet Yellen wurden in Richtung Zinsanhebung interpretiert. Banken sind für gewöhnlich Profiteure anziehender Zinsen.

Unter den Technologie-Werten zogen die Anteilscheine von Micron um mehr als 8 Prozent an. Der Chiphersteller hatte mit seinem Gewinn im vierten Geschäftsquartal positiv überrascht. Zudem profitierten im Tech-Sektor Amazon und Netflix mit plus 0,7 beziehungsweise 1,2 Prozent von positiven Aussagen der US-Bank Wells Fargo.

Sorgen bereiten hingegen den Anlegern von Bombardier die Pläne der US-Regierung, wegen des Vorwurfs unfairer Subventionen hohe Strafzölle gegen Flugzeuge des kanadischen Herstellers zu verhängen. Bombardier-Aktien reagierten mit hohen Kursverlusten von annähernd 9 Prozent darauf./ajx/he

(AWP)