Aktien New York: Gewinne - Handelshoffnungen und starke Zahlen von Nike stützen

Unter dem Eindruck starker Quartalszahlen des Sportartikelherstellers Nike hat der Dow Jones Industrial am Mittwoch zugelegt. Zudem hatte US-Präsident Donald Trump gesagt, dass der Handelsdeal mit China früher als erwartet zustande kommen könnte. Der US-Leitindex stieg zuletzt um 0,52 Prozent auf 26 945,84 Punkte.
25.09.2019 20:09

Der marktbreite S&P 500 rückte um 0,31 Prozent auf 2975,79 Zähler vor. Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,58 Prozent auf 7754,88 Punkte nach oben.

Höhere Gewinne verhinderten die anhaltenden politischen Unsicherheiten rund um eine mögliche Amtsenthebung von US-Präsident Donald Trump. Der Vorwurf lautet Amtsmissbrauch. Bereits am Dienstag hatte die Diskussion um ein mögliches Impeachment die Wall Street belastet.

Nike hatte Gewinn und Umsatz im jüngsten Geschäftsquartal überraschend kräftig gesteigert. Analysten hoben daraufhin reihenweise ihre Kursziele an. Die Aktien sprangen auf ein Rekordhoch und lagen zuletzt mit einem Plus von gut 4 Prozent deutlich an der Dow-Spitze.

Nike habe alle Analystenprognosen pulverisiert, schrieben die Autoren des täglichen Bernecker-Börsenbriefes. Mit dem Sprung über 90 Dollar sei der Chart nach oben offen. Bemerkenswert sei, dass die China-Umsätze stark zugelegt hätten. Dies sei ein Beleg für die Stärke des chinesischen Konsums, so die Autoren. Nike laufe der Konkurrenz davon, lobte Analyst Paul Trussell von der Deutschen Bank. Das erste Geschäftsquartal sei herausragend gewesen.

Zudem blickten die Anleger auf die Tabakbranche, nachdem die grosse Wiedervereinigung der Marlboro-Hersteller Philip Morris und Altria nun nicht zustande kommt. Bei den Gesprächen über eine Fusion habe keine Einigung erzielt werden können, teilte Altria mit. Philip-Morris-Anleger reagierten erleichtert darauf, wie das Kursplus von gut 6 Prozent zeigte. Die Altria-Anteile aber fielen um mehr als 2 Prozent. Noch Ende August hatten beide Unternehmen Verhandlungen über einen Zusammenschluss per Aktientausch bestätigt.

Am Ende des Nasdaq 100 sackten die Anteilscheine von Broadcom um 3,5 Prozent ab. Der Halbleiterkonzern hatte zur Schuldenfinanzierung die Begebung einer Wandelanleihe angekündigt.

Unter den weiteren Technologiewerten büssten die Aktien von Ebay 2 Prozent ein. Der Chef der Onlinehandel-Plattform, Devin Wenig, reichte seinen Rücktritt ein. Zum Nachfolger ernannte das Unternehmen Finanzchef Scott Schenkel. Dabei handele es sich jedoch zunächst nur um eine Übergangslösung. Wenig hatte den Spitzenposten 2015 übernommen, nachdem Ebay die Bezahltochter Paypal abgespalten hatte. Der Verlust dieses Wachstumstreibers und die verschärfte Konkurrenz im Online-Handel, wo Rivalen wie Amazon oder Alibaba immer stärker wurden, machten dem Unternehmen zu schaffen./la/he

(AWP)

 
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