Aktien New York: Gewinne nach neuen China-Daten

NEW YORK (awp international) - Die Wall Street hat am Freitag Gewinne verbucht. Überraschend positive Erzeuger- und Verbraucherpreise aus China dämpften die tags zuvor wieder angefachten Sorgen um die Wirtschaft des Riesenreiches. Zudem sorgten die Banken mit ihren Geschäftszahlen wieder für Optimismus.
14.10.2016 20:11

Der Leitindex Dow Jones Industrial gewann bis zwei Stunden vor Handelsende 0,45 Prozent auf 18 181,01 Punkte. Am Vortag war er zeitweise erstmals seit vier Wochen wieder unter 18 000 Punkte gerutscht. Der marktbreite S&P 500 stieg vor dem Wochenende um 0,28 Prozent auf 2138,55 Punkte. Der von Technologiewerten dominierte Nasdaq 100 verbesserte sich um 0,28 Prozent auf 4816,53 Punkte.

Die im Oktober überraschend eingetrübte Stimmung der US-Verbraucher zeigte keine Auswirkungen. Das Konsumklima der Universität von Michigan fiel auf den niedrigsten Stand seit September 2015. Volkswirte hatten hingegen mit einem Anstieg gerechnet. Auch Aussagen von Fed-Chefin Janet Yellen bewegten kaum. Sie hat auf mögliche negative Nebeneffekte einer lange anhaltenden lockeren Geldpolitik verwiesen.

Für Freude sorgte bei den Anlegern der Blick auf die Bankenbranche: Die Unruhe an den Kapitalmärkten nach dem Brexit-Votum hat die Geschäfte der US-Grossbank JPMorgan im dritten Quartal angetrieben. Die Aktien konnten ihre Gewinne aber nicht halten und handelten zuletzt kaum verändert.

Um ein halbes Prozent legten die Papiere der Citigroup zu. Ein starkes Geschäft im Anleihenhandel hat der US-Grossbank das dritte Quartal gerettet. Wichtiger Grund war auch hier das Brexit-Votum. Es bewog viele Investoren, im sonst eher ruhigen Sommerquartal bei ihren Zinsanlagen umzuschichten. Für Aktien von Goldman Sachs ging es nach einem Sieg in einem Rechtsstreit mit einem libyschen Staatsfonds sogar um gut 1,5 Prozent empor.

Aktien von HP rutschten um 3,4 Prozent ab. Der Hardware-Hersteller reagiert mit einem weiteren Stellenabbau auf die Flaute im Geschäft mit Computern und Druckern. In den nächsten drei Jahren sollen quer durch die Belegschaft 3000 bis 4000 Jobs gestrichen werden. Zuletzt hatte das Unternehmen etwa 50 000 Mitarbeiter.

Für Twitter-Papiere ging es gar um über 5 Prozent nach unten. Auch der SAP-Rivale Salesforce hat beim offenbar zum Verkauf stehenden Kurznachrichtendienst abgewunken. Es habe einfach nicht gepasst, sagte Salesforce-Chef Marc Benioff der "Financial Times" (FT)./ag/men

(AWP)