Aktien New York: Indizes treten nach Arbeitsmarktdaten auf der Stelle

NEW YORK (awp international) - Die Indizes an der Wall Street sind am Freitag ohne einheitliche Richtung in die letzte Runde der Woche gestartet. Robuste Arbeitsmarktdaten blieben vor anstehenden politischen Entscheidungen in Europa ohne grössere Auswirkungen. Nach zuletzt drei Handelstagen mit jeweils leichten Gewinnen lag der Leitindex Dow Jones am Ende der ersten Handelsstunde mit 0,15 Prozent im Minus bei 19 163,20 Punkten. In der Wochenbilanz hat er sich damit kaum bewegt.
02.12.2016 16:44

Die übrigen Indizes dagegen tendierten am Freitag um wenige Punkte höher. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,11 Prozent auf 2193,48 Punkte zu. Die Technologiewerte an der Nasdaq konnten ihre Talfahrt der vergangenen beiden Handelstage zumindest beenden. Der Auswahlindex Nasdaq 100 stand zuletzt hauchdünn mit 0,04 Prozent im Plus bei 4735,96 Punkten.

Angesichts des am Sonntag anstehenden Italien-Referendums gingen Anleger an der Wall Street vorsichtig zu Werke, obwohl die vielbeachteten US-Arbeitsmarktdaten insgesamt solide bewertet wurden. Die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft war im November zwar geringfügig niedriger ausgefallen als erwartet, die Arbeitslosenquote überraschte aber mit ihrem tiefsten Stand seit über neun Jahren. Vom Ölpreis gingen derweil vor dem Wochenende keine weiteren Impulse mehr aus.

Ähnlich ruhig wie am Gesamtmarkt ging es am Freitag auch bei den Einzelwerten zu. Grössere Kursausschläge blieben selbst nach vermeintlich schlechten Nachrichten aus. Dass der Skandal um fehlerhafte Hüftimplantate den US-Konzern Johnson & Johnson teuer zu stehen kommt, belastete die Aktien nicht. Sie gehörten trotz Schadenersatzes in Milliardenhöhe im Dow Jones mit knapp 1 Prozent Plus zu den grössten Gewinnern.

Die Titel von Starbucks dagegen zeigten eine negative Reaktion, nachdem der bisherige Chef Howard Schultz am Vorabend nach Börsenschluss seinen Abschied angekündigt hatte. Sie verloren an der Nasdaq 2,62 Prozent. Analystin Karen Holthouse von Goldman Sachs hatte zuvor bereits befürchtet, dass der Schritt unter den Anlegern für Unsicherheit sorgen wird. Aus dem eigenen Haus soll der Leiter des operativen Geschäfts, Kevin Johnson, im April nachrücken.

Bei Finanzwerte wie den im Dow Jones gelisteten Titeln von JPMorgan und Goldman Sachs machten einige Anleger nach zuletzt drei starken Handelstagen Kasse. Mit Einbussen von 0,40 und 1,49 Prozent gehörten sie zu den schwächsten Werten im US-Leitindex, nachdem sie zuletzt von positiveren Annahmen für das Zinsumfeld in den USA profitiert hatten./tih/jha/

(AWP)