Aktien New York: Klar im Plus nach Hurrikan-Abschwächung

Die Erleichterung über den schwächer als erwartet wütenden Hurrikan "Irma" ist an der Wall Street deutlich zu spüren: So zogen am Montag alle wichtigen Aktienindizes um rund 1 Prozent an. Als Antrieb hinzu kam, dass Nordkorea am Samstag, dem Nationalfeiertag des Landes, keine neuen potenziellen Atomraketen getestet hatte.
11.09.2017 16:33

Damit kletterte der Dow Jones Industrial im frühen Handel um 0,93 Prozent auf 22 000,84 Punkte in die Höhe. Für den breiter aufgestellten S&P 500 ging es um 0,87 Prozent auf 2482,94 Punkte nach oben. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 1,25 Prozent auf 5987,49 Punkte.

"Irma" treibt zwar weiter sein Unwesen in den USA und bleibt gefährlich, wurde inzwischen aber zu einem tropischen Sturm herabgestuft. Die aktuellen Schäden könnten sich letztlich auf weniger als 50 Milliarden US-Dollar belaufen statt auf fast 200 Milliarden Dollar wie zuvor erwartet worden sei, kommentierte ein Analyst.

Dementsprechend zählten Aktien von Versicherern zu den Gewinnern am US-Aktienmarkt. Die Papiere von The Travelers etwa hatten mit einem Plus von rund 3 Prozent die Nase vorn im Dow. Anteilsscheine des Kfz-Versicherers Progressive verteuerten sich um 2,27 Prozent.

Zudem zogen die Aktien von Apple vor der Vorstellung des nächsten iPhones Aufmerksamkeit auf sich. Gut zehn Jahre nach dem Start der ersten iPhone-Generation wird erwartet, dass der IT-Konzern an diesem Dienstag ein Super-iPhone präsentiert. Der Bildschirm soll praktisch die gesamte Frontseite ausfüllen und statt der Entsperrung des Geräts per Fingerabdruck soll es nun das Gesicht seines Besitzers erkennen. Die Neuerungen sollen allerdings auch ihren Preis haben: Es wird über einen Startpreis bei 1000 Dollar spekuliert, woraus bei den üblichen Apple-Preisen in der Top-Konfiguration locker noch 200 Dollar mehr werden können.

Zu Wochenbeginn gewannen die Apple-Papiere gut 2 Prozent. Erst Anfang September hatten sie bei knapp unter 165 US-Dollar ein Rekordhoch erreicht.

Ausserhalb des Dow sprangen die Anteilsscheine von Teva um rund 17 Prozent nach oben. Der mit Problemen kämpfende weltgrösste Generika-Hersteller fand nach langer Suche endlich einen neuen Chef. Der erfahrene Pharmamanager Kare Schultz soll das Unternehmen mit Hauptsitz in Israel wieder auf Kurs bringen. Der Mutterkonzern des deutschen Generika-Herstellers Ratiopharm stand mehrere Monate ohne festen Chef da. Der vorherige Konzernlenker Erez Vigodman hatte das Unternehmen im Februar verlassen. Seither wurde es von Interimschef Yitzhak Peterburg geführt, der bis zum Eintreffen von Schultz auch weiterhin die Geschäfte leiten wird./la/stb

(AWP)