Aktien New York: Leichte Gewinne und Rekordhochs zum Wochenauftakt

Die wichtigsten US-Aktienindizes haben ihre Rekordserie aus der Vorwoche am Montag nahtlos fortgesetzt. Der Dow Jones Industrial stieg zunächst bis auf einen Höchststand von 22 945 Punkten. Zuletzt notierte er noch 0,11 Prozent höher bei 22 897,38 Punkten. Der marktbreite S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 erreichten in den ersten Handelsminuten ebenfalls Rekordstände. Zuletzt kletterte der S&P 500 um 0,08 Prozent auf 2555,17 Punkte nach oben. Der Nasdaq 100 rückte um 0,22 Prozent auf 6105,86 Punkte vor.
16.10.2017 16:58

Positive Impulse hätten die Börsen vom erneut gestiegenen Ölpreis erhalten, ansonsten mangele es aber an stärkeren Einflussfaktoren, hiess es. So stehen am Montag keine wichtigen US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Auch die Quartalsberichtssaison der Unternehmen macht eine kleine Pause.

Bereits an diesem Montag, aber erst nachbörslich werden die Resultate von Netflix erwartet. Die Papiere des Videostreaming-Dienstes notierten zuletzt praktisch unverändert, nachdem sie am Freitag um fast 2 Prozent gestiegen waren. Erstmals in ihrer Geschichte kosteten sie dabei vorübergehend mehr als 200 Dollar. Einige Vorschusslorbeeren für die Quartalszahlen scheinen damit schon eingepreist sein.

Die Aktien von American Express waren mit einem Minus von 1,7 Prozent das Schlusslicht im Dow. Das oberste Bundesgericht wird sich mit dem Streit zwischen der US-Bundesregierung sowie elf Bundesstaaten und dem Kreditkartenanbieter wegen angeblicher Wettbewerbsverstösse befassen. Sie werfen American Express vor, Einzelhändler daran zu hindern, ihren Kunden die Nutzung von Konkurrenz-Kreditkarten mit geringeren Gebühren anzubieten.

Zweitschwächster Wert im Nasdaq-Index waren Adobe Systems mit minus 2,3 Prozent. Zuvor hatte die Deutsche Bank unter anderem aus Bewertungsgründen ihre Kaufempfehlung für die Papiere gestrichen. Analyst Nandan Amladi rechnet bei dem Softwarekonzern mit einem normalisiertem Wachstum und einem verlangsamten Verkaufszyklus.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla hat mitten im schwierigen Produktionsaufbau für seinen ersten günstigeren Wagen Model 3 in grossem Stil Mitarbeiter nach der jährlichen Bewertung entlassen. Tesla hat nach jüngsten Angaben insgesamt rund 33 000 Mitarbeiter - und über 2000 offene Stellen. Der Autobauer musste jüngst einräumen, dass die Produktion des Model 3 bei weitem nicht so schnell anläuft wie geplant. Im vergangenen Quartal wurden statt der anvisierten 1500 Fahrzeuge nur 260 gebaut. Tesla-Titel verloren 1,7 Prozent an Wert./edh/he

(AWP)