Aktien New York: Leichte Gewinne - Yellen schweigt zur Geldpolitik

Vor dem Hintergrund des Notenbanken-Gipfels haben sich die Anleger an den US-Börsen am Freitag verhalten optimistisch gegeben. Die Konjunkturdaten an diesem Tag fanden zugleich kaum Beachtung.
25.08.2017 17:04

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 0,42 Prozent auf 21'875,72 Punkte. Für den 500 Werte umfassenden S&P 500 ging es um 0,49 Prozent auf 2'450,81 Punkte hoch. Der technologielastige Nasdaq 100 stieg um 0,43 Prozent auf 5'859,60 Punkte.

Die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, äusserte sich in Jackson Hole allerdings nicht wie erhofft zur aktuellen Geldpolitik. Vielmehr verteidigte sie die Regulierung des Finanzsektors, die nach der schweren Krise von 2008 vorgenommen wurde. Fachleute hatten sich erhofft, dass Yellen etwas zur kurzfristigen Zinspolitik oder zum Startzeitpunkt des angepeilten Fed-Bilanzabbaus sagt. Da dies ausblieb, ist nun vorerst weiter unklar, ob die Fed ihren Leitzins in diesem Jahr noch einmal anhebt und wann der Abbau der auf 4,5 Billionen Dollar angeschwollenen Fed-Bilanz beginnen wird. Im späteren Handelsverlauf dürfte noch der anstehenden Rede von EZB-Präsident Mario Draghi besondere Aufmerksamkeit zukommen.

Die Auftragseingänge für langlebige Güter waren im Juli stärker als erwartet zurückgegangen. Ohne Berücksichtigung der Aufträge für Transportgüter waren sie allerdings deutlicher als vorhergesagt gestiegen.

Unter den Einzelwerten blieb es insgesamt recht ruhig. Die Papiere von Abercrombie & Fitch , die tags zuvor nach besser als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen um rund 17 Prozent hochgesprungen waren, legten nun um weitere knapp 8 Prozent zu. Nun gab es einige positive Analystenkommentare zu dem Textilhändler. Unter anderem schrieb die Citigroup über die Aktie: "Zu attraktiv, um sie zu ignorieren".

Dagegen lastete eine Abstufung der Investmentbank Jefferies auf der Twitter-Aktie . Analyst Brent Thill hatte das Papier von "Buy" auf "Hold" gesenkt und geschrieben, es gebe bessere Aktien aus dem Bereich Soziale Medien. Zuvorderst nannte er dabei Facebook . Der Kurznachrichtendienst Twitter habe hingegen zwar viele Nutzer, aber das Geldverdienen fällt dem Konzern laut Thill schwer. Twitter büssten daraufhin etwas mehr als 1 Prozent ein. Facebook gaben trotz des Lobes um 0,30 Prozent nach.

Amazon rückten wegen der zum 1. September anstehenden Aufnahme in den S&P 100 in den Blick. Sie zeigten sich an der Nasdaq allerdings prozentual nahezu unverändert. Wie der Index-Anbieter S&P Dow Jones Indizes am Vorabend mitgeteilt hatte, wird der Onlinehändler den Chemiekonzern E.I. Du Pont de Nemours im S&P-Auswahlindex 100 ersetzen. Dieser legte um 0,13 Prozent zu.

ck/he

(AWP)