Aktien New York: Leichte Kursverluste - T-Mobile US und Sprint unter Druck

An der Wall Street hat sich die Lage zum Wochenbeginn etwas beruhigt. Nach der Rekordjagd vor allem im Technologiesektor am Freitag gaben die Kurse am Montag überwiegend leicht nach. Eine Ausnahme machte erneut der technologielastige Nasdaq 100 , der im frühen Handel auf ein Rekordhoch stieg. Zuletzt legte der Index noch um 0,07 Prozent auf 6217,61 Punkte zu.
30.10.2017 19:03

Der Dow Jones Index gab um 0,27 Prozent auf 23 370,52 Punkte nach. Der marktbreite S&P 500 verlor 0,30 Prozent auf 2573,43 Punkte. Damit hielten sich beide Indizes dennoch nahe ihrer Höchststände.

Im Fokus der Anleger steht bereits der Zinsentscheid der US-Notenbank zur Wochenmitte. Die Fed dürfte auf ihren dritten Schritt in diesem Jahr zusteuern. An den Finanzmärkten wird eine Anhebung auf der nachfolgenden Sitzung im Dezember erwartet. Wichtiger als der nächste Zinsschritt dürften aber Aussagen zum weiteren Straffungstempo im kommenden Jahr werden.

Unter starken Druck gerieten die Kurse der beiden Mobilfunkanbieter T-Mobile US und Sprint. Auslöser der Verluste war ein Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei", dem zufolge die Sprint-Mutter Softbank Gespräche über eine Fusion der beiden Unternehmen gestrichen hat. T-Mobile fielen um 5,5 Prozent, die Papiere von Sprint brachen sogar um knapp 12 Prozent ein.

Sollte Softbank nicht mehr an diesem Deal interessiert sein, erhielten die Spekulationen um eine Konsolidierung auf dem wachstumsträchtigen US-Markt einen herben Dämpfer, sagte ein Händler. Im Sog von T-Mobile und Sprint gaben Verizon um 2,2 Prozent nach.

Papiere von Apple erreichten bei gut 168 US-Dollar den höchsten Stand ihrer Börsenhistorie. Mit einem Plus von 2 Prozent führten sie die Kursgewinner im Dow Jones Index klar an. Beobachter verwiesen auf eine starke Nachfrage nach dem iPhone X. Apple veröffentlicht zudem am Donnerstag den Bericht zum vierten Geschäftsquartal.

Für Impulse dürfte auch in der neuen Woche die laufende Quartalsberichtsaison sorgen. Auf der Agenda stehen neben Apple und vielen anderen Mastercard , Pfizer und Facebook . In der vergangenen Woche hatten vor allem zahlreiche Tech-Schwergewichte positiv überrascht.

Erneut unter die Räder gerieten die Aktien von Merck & Co . Nach einem Kursrutsch von mehr als 6 Prozent am Freitag nach schwachen Ergebnissen büssten die Papiere weitere 5,5 Prozent ein. In ihrem Sog rutschten auch die Kurse von Pharmagrössen wie Pfizer und Johnson & Johnson um jeweils rund 1 Prozent ab./bek/he

(AWP)