Aktien New York: Moderate Gewinne - Nasdaq schwächelt nach Rekord

Die US-Aktienmärkte sind nach ihrer jüngst überwiegend guten Kursentwicklung am Freitag nicht recht in Schwung gekommen. Während es die Standardwerte-Indizes zumindest moderat ins Plus schafften, zollte die Technologiebörse Nasdaq ihrer Rekordjagd Tribut. Weder von den wenigen, überwiegend negativ aufgenommenen Unternehmensnachrichten noch von heimischen Konjunkturdaten kamen Impulse. Zudem schwelt im Hintergrund der amerikanisch-chinesische Handelskonflikt weiter.
13.07.2018 20:11

Zuletzt notierte der Dow Jones Industrial 0,41 Prozent höher bei 25 026,97 Punkten und schaffte es damit erstmals seit Mitte Juni wieder über die viel beachtete, runde Marke. Auf Wochensicht deutet sich für den New Yorker Leitindex damit ein klares Plus von 2,33 Prozent an. Der marktbreite S&P 500 schaffte am Freitag einen Kursanstieg von 0,14 Prozent auf 2802,25 Punkte.

Für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es nach einer erneuten Bestmarke bei 7387,74 Punkten nur um 0,03 Prozent auf 7368,12 Punkte nach oben. Ihm hatten zunächst die Rekordstände einiger Schwergewichte wie der Google-Mutter Alphabet , des Internethändlers Amazon , des Softwareriesen Microsoft und des Online-Netzwerks Facebook geholfen.

Obwohl die grösste US-Bank JPMorgan ihre Gewinne und Erträge im zweiten Quartal überraschend stark gesteigert hatte, sanken die Aktien um 0,18 Prozent. Offensichtlich goutierten die Anleger die Einschätzung von Unternehmenschef Jamie Dimon nicht, dass die Geschäfte in der zweiten Jahreshälfte unter dem zunehmenden Handelskonflikt leiden könnten.

Schlimmer als dem Branchenprimus erging es den Konkurrenten Citigroup und Wells Fargo , deren Titel 1,56 beziehungsweise 0,47 Prozent einbüssten. Dabei hatte auch die Citigroup mit ihrem Gewinnsprung positiv überrascht. Allerdings enttäuschten die Erträge im Anleihegeschäft. Wells Fargo musste sogar einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Nach verschiedenen Skandalen wegen dubioser Geschäftspraktiken kämpft das Unternehmen mit Image-Problemen und hatte zuletzt viel Ärger mit den Behörden.

Die US-Regierung gibt derweil ihren Widerstand gegen die Übernahme des Medienkonzerns Time Warner durch den Telekomriesen AT&T nicht auf. Nachdem eine Kartellrechtsklage gescheitert und die Transaktion vollzogen worden war, kündigte das Justizministerium nun Berufung gegen das Urteil an. Die Aktien von AT&T verloren 1,95 Prozent./gl/he

(AWP)