Aktien New York: Moderate Verluste - Hängepartie vor Arbeitsmarktdaten

NEW YORK (awp international) - Vor dem Hintergrund der anhaltenden Ungewissheit über die US-Geldpolitik ist die Wall Street am Dienstag mit leichten Verlusten in den Handel gestartet. Der Dow Jones Industrial fiel nach einem freundlichen Wochenstart um 0,36 Prozent auf 18 437,24 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,30 Prozent auf 2173,91 Zähler nach unten und der technologielastige Index Nasdaq 100 sank um 0,40 Prozent auf 4771,687 Punkte. Die Mitte August erreichten Höchststände blieben damit aber in Reichweite.
30.08.2016 17:19

Sollten keine unerwarteten Dinge geschehen, dürfte der Handel bis zur Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag insgesamt eher träge verlaufen, sagte ein Investmentexperte. Gute Job-Daten dürften der Fed Spielraum verschaffen, den Leitzins anzuheben.

Die Ungewissheit hinsichtlich des Zeitpunktes einer Fortsetzung der Zinswende in den USA hatte Investoren jüngst wieder verunsichert. So vermindern steigende Zinsen die Attraktivität von Aktien etwa im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen. Allerdings wäre eine Zinserhöhung Experten zufolge auch ein Zeichen, dass die Fed die US-Wirtschaft als robust genug einschätzt, den Schritt zu verkraften.

Auf Unternehmensseite sorgten Spekulationen über eine Fusion in der Düngerbranche für Bewegung. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, spricht der kanadische K+S-Konkurrent Potash mit Agrium über einen Zusammenschluss. Die Agrium-Papiere verteuerten sich um knapp 8 Prozent und die Anteilsscheine von Potash schnellten um mehr als 13 Prozent nach oben. Anleger scheinen auf eine Konsolidierung der Kalibranche zu setzten, die unter Preisdruck leidet.

Die Papiere des Milka-Herstellers Mondelez stiegen um rund 4 Prozent, nachdem die Gespräche über eine Übernahme des Konkurrenten Hershey eingestellt worden waren. Die Aktionäre von Hershey reagierten hingegen enttäuscht: Die Kurs knickte um mehr als 10 Prozent ein.

Mit Abercrombie & Fitch gab es zudem noch einen Nachzügler der Berichtssaison. Ein unerwartet hoher Verlust im zweiten Quartal schickte die Papiere des Modeunternehmens mit minus 18 Prozent auf Talfahrt.

Apple-Aktien sanken um 0,86 Prozent. Der iPhone-Hersteller soll laut dem Willen der EU-Kommission eine Steuernachzahlung von um die 13 Milliarden Euro an den irischen Staat leisten. Apple und Irland wollen sich aber gegen die Entscheidung wehren./mis/he

(AWP)