Aktien New York: Moderate Verluste nach Rekordjagd - Fed-Geldpolitik im Fokus

Die Rekordjagd an der Wall Street hat am Dienstag ihren Schwung verloren. Der Dow Jones Industrial fiel im frühen Handel um 0,08 Prozent auf 20 395,07 Punkte. Angetrieben von vagen Steuerversprechen des neuen US-Präsidenten Donald Trump hatte das weltweit bekannteste Börsenbarometer in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt und war zum Wochenstart erstmals über die Marke von 20 400 Punkten gestiegen.
14.02.2017 16:00

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Dienstag um 0,14 Prozent auf 2324,88 Punkte nach unten und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 büsste 0,08 Prozent auf 5252,74 Zähler ein.

Für etwas Verunsicherung sorgte der Rücktritt des Nationalen Sicherheitsberaters der US-Regierung, Michael Flynn. Dem zum innersten Zirkel von Trump zählenden Flynn wird vorgeworfen, mit dem russischen Diplomaten Sergei Iwanowitsch Kisljak im Dezember über Sanktionen gegen Moskau gesprochen und dazu später falsche Angaben gemacht zu haben.

Im Fokus der Finanzmärkte steht aber die US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen, die vor Teilen des US-Kongresses spricht. "Mit Spannung werden die Finanzmarktteilnehmer verfolgen, wie Yellen den künftigen geldpolitischen Pfad beschreibt", kommentierten Experten der Bank HSBC Trinkaus. Sie gehen davon aus, dass die Fed-Präsidentin den jüngsten Anstieg der Inflation und die nahezu erreichte Vollbeschäftigung als Rechtfertigung für eine Normalisierung der Geldpolitik in den kommenden Monaten heranziehen wird./mis/he

(AWP)