Aktien New York: Moderates Minus - Hängepartie vor Arbeitsmarktdaten geht weiter

NEW YORK (awp international) - Die Ungewissheit über die US-Geldpolitik lässt die Anleger an der Wall Street nicht los: Nach einem positiven Wochenauftakt ging es am Dienstag wieder moderat nach unten. Der Dow Jones Industrial fiel rund zwei Stunden vor dem Handelsende um 0,35 Prozent auf 18 438,72 Punkte. Für den marktbreiten S&P-500-Index ging es um 0,28 Prozent auf 2174,30 Zähler nach unten und der technologielastige Index Nasdaq 100 sank um 0,45 Prozent auf 4769,509 Punkte. Die Mitte August erreichten Höchststände blieben damit aber in Reichweite.
30.08.2016 20:13

Sollten keine unerwarteten Dinge geschehen, dürfte der Handel bis zur Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am Freitag insgesamt eher träge verlaufen, sagte ein Investmentexperte. Gute Job-Daten dürften der Fed Spielraum verschaffen, den Leitzins anzuheben.

Die Ungewissheit hinsichtlich des Zeitpunktes einer Fortsetzung der Zinswende in den USA hatte Investoren jüngst wieder verunsichert. So vermindern steigende Zinsen die Attraktivität von Aktien etwa im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren wie Anleihen. Allerdings wäre eine Zinserhöhung Experten zufolge auch ein Zeichen, dass die Fed die US-Wirtschaft als robust genug einschätzt, den Schritt zu verkraften.

Auf Unternehmensseite sorgten Fusionsgespräche in der Düngerbranche für Bewegung. Die K+S-Konkurrenten Potash und Agrium befinden sich in Verhandlungen in einem frühen Stadium. Die Agrium-Papiere verteuerten sich um knapp 6 Prozent und die Anteilsscheine von Potash schnellten um mehr als 12 Prozent nach oben. Anleger scheinen auf eine Konsolidierung der Kalibranche zu setzen, die unter Preisdruck leidet.

Die Papiere des Milka-Herstellers Mondelez stiegen um dreieinhalb Prozent, nachdem die Gespräche über eine Übernahme des Konkurrenten Hershey eingestellt worden waren. Die Aktionäre von Hershey reagierten hingegen enttäuscht: Die Kurs knickte um fast 11 Prozent ein.

Mit Abercrombie & Fitch gab es zudem noch einen Nachzügler der Berichtssaison. Ein unerwartet hoher Verlust im zweiten Quartal schickte die Papiere des Modeunternehmens mit minus 21 Prozent auf Talfahrt.

Apple-Aktien verloren gut 1 Prozent. Der iPhone-Hersteller soll laut dem Willen der EU-Kommission eine Steuernachzahlung von um die 13 Milliarden Euro an den irischen Staat leisten. Apple und Irland wollen sich aber gegen die Entscheidung wehren./mis/he

(AWP)