Aktien New York: Moderates Plus vor der Leitzinsentscheidung der Fed

NEW YORK (awp international) - Vor der Leitzinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) hat sich die Wall Street am Mittwoch von ihrer freundlichen Seite gezeigt. Nach den jüngsten Verlusten und insbesondere gestützt von einer kleinen Erholungsrally an den asiatischen und europäischen Aktienmärkten legten die wichtigsten Aktienindizes moderat zu.
15.06.2016 17:00

Der Dow Jones Industrial stieg um 0,37 Prozent auf 17 739,95 Punkte. Für den breit gefassten S&P-500-Index ging es um ebenfalls 0,37 Prozent auf 2082,90 Punkte nach oben. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 legte um 0,20 Prozent auf 4433,95 Punkte zu.

In den vergangenen Wochen hätten die Anleger ihren Fokus vor allem auf den möglichen Austritt Grossbritanniens aus der EU gelegt und das dürfte auch noch bis nächste Woche so bleiben, schrieb Marktanalyst Craig Erlam vom Handelshaus Oanda. Zur Wochenmitte stehe aber die Zinsentscheidung der Fed ganz oben. Die Notenbank wird sich wohl erneut nicht an eine Leitzinserhöhung heranwagen, sind sich die allermeisten Experten einig. Am Aktienmarkt wird das von vielen als Erleichterung gesehen, da steigende Zinsen andere Anlageformen wieder attraktiver machen würden.

Aktien von Rohstoffunternehmen litten etwas unter der anhaltenden Talfahrt der Ölpreise. Sie gaben den fünften Tag in Folge nach, weshalb Händler von der längsten Verlustphase seit vier Monaten sprachen. Derzeit drückt unter anderem das recht hohe Angebot auf die Preise, wie auch jüngste Konjunkturdaten zeigten: So waren in den USA die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche weniger gesunken als erwartet. Die Kurse der Ölkonzerne Chevron und ExxonMobil gaben jeweils um ein halbes Prozent nach.

Für die Aktien von General Motors (GM) ging es hingegen um rund ein halbes Prozent nach oben. Die Ratingagentur Fitch hatte am Vorabend den Ausblick für die Kreditwürdigkeit des Autobauers von "stabil" auf "positiv" angehoben.

Die Papiere von Twitter zogen um mehr als 5 Prozent an. Marc Andreessen, der Mitbegründer der Risikokapitalgesellschaft Andreessen Horowitz, sagte, dass andere Unternehmen das Kommunikationsnetzwerk als Übernahmeziel ins Auge fassen könnten. Die Anteilsscheine waren bereits in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen, nachdem Microsoft angekündigt hatte, das Karrierenetzwerk LinkedIn zu übernehmen./la/he

(AWP)