Aktien New York: Nasdaq Composite auf Rekordhoch - Ölpreisanstieg

NEW YORK (awp international) - Kräftig steigende Ölpreise haben zu Wochenbeginn wieder die Rekordjagd an der Wall Street befeuert. Insbesondere die Technologiewerte profitierten am Montag von der Hoffnung, dass die Entwicklung der Ölpreise auf ein Anziehen der Weltwirtschaft hindeutet. So erreichte der Auswahlindex Nasdaq Composite bei 5'362,475 Punkten ein Rekordhoch. Zuletzt stand ein Plus von 0,41 Prozent auf 5'343,41 Punkte zu Buche.
21.11.2016 17:04

Der ebenfalls technologielastige Nasdaq-100-Index ist derzeit noch gut 70 Punkte von seiner Bestmarke aus dem Oktober dieses Jahres entfernt. Er lag zuletzt 0,59 Prozent höher bei 4'836,25 Punkten.

Der breite S&P-500-Index verfehlte zu Wochenbeginn ein neues Rekordhoch um gerade mal 9 Hundertstel Punkte. Das Börsenbarometer legte im frühen Handel um 0,40 Prozent auf 2'190,55 Punkte zu.

Der Dow Jones Industrial schliesslich rückte um 0,18 Prozent auf 18'901,11 Punkte vor. Damit bewegte sich das Börsenbarometer weiter in der Nähe seiner Bestmarke von vergangener Woche Montag, die bei 18'934,05 Punkte liegt.

Den neuerlichen Auftrieb der Ölpreise erklärten Händler derweil mit Hinweisen auf eine Einigung wichtiger Förderländer in Detailfragen über eine Begrenzung der Fördermenge. Die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte sich bereits grundsätzlich auf eine Kürzung verständigt, allerdings blieb bisher offen, wie die Umsetzung erreicht werden kann.

Dementsprechend hatten Ölwerte am Montag die Nase vorn. So kletterten die Aktien von ExxonMobil an der Dow-Spitze um gut 1,5 Prozent. Für die Papiere von Chevron ging es um 1,44 Prozent nach oben.

Am Index-Ende fielen die Anteilsscheine von 3M um mehr als 1 Prozent, nachdem die Analysten von Goldman Sachs eine Verkaufsempfehlung für die Aktien abgegeben hatten. Der Mischkonzern zählte nicht zu den grössten Profiteuren der Pläne des neuen US-Präsidenten Donald Trump, die US-Wirtschaft mit Hilfe von Konjunkturprogrammen anzukurbeln, hiess es. Vielmehr erwirtschafte das Unternehmen etwa 60 Prozent seiner Umsätze in Übersee, so dass ein weiterhin starker Dollar die Exportchancen schmälern könnte.

Die Anteilsscheine des IT-Sicherheitsanbieters Symantec machten derweil anfängliche Verluste weg und stiegen um gut 2 Prozent, während die Aktien der Firma Lifelock sogar um mehr als 15 Prozent auf 23,92 Dollar hochsprangen. Der Anbieter des Virenschutzprogramms Norton will sich mit dem Kauf von Lifelock einen Spezialisten für Identitätsschutz im Internet an Bord holen. Pro Lifelock-Aktie will Symantec 24 Dollar zahlen oder insgesamt 2,3 Milliarden Dollar inklusive Schulden./la/fbr

(AWP)