Aktien New York: Ölpreisrutsch lastet auf Dow Jones - Technologieaktien erholt

Nach den jüngsten Kursschwankungen auf hohem Niveau bleiben die Investoren an der Wall Street vorsichtig. Im Fokus standen auch am Mittwoch die fallenden Ölpreise. Der Dow Jones Industrial knüpfte an seine Vortagesverluste an und fiel rund zwei Stunden vor dem Handelsende um 0,31 Prozent auf 21'400,67 Punkte. Bei 21'535 Punkten hatte er tags zuvor eine Höchstmarke gesetzt, bevor Gewinnmitnahmen im Sog schwacher Ölpreise und politischer Risiken etwa in Nahost ihn letztlich ins Minus drückten.
21.06.2017 20:30

Der marktbreite S&P-500-Index sank zur Wochenmitte um 0,22 Prozent auf 2'431,60 Punkte. Besser sah es für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 aus, der um 0,63 Prozent auf 5'762,51 Punkte vorrückte. Er war tags zuvor allerdings auch deutlicher unter Druck geraten als die Standardwerte-Indizes. Zudem hinkten Tech-Werte zuletzt insgesamt den Standardwerten hinterher, nachdem am Markt Bedenken über ein hohes Bewertungsniveau aufgekommen waren.

Ölwerte wie ExxonMobil oder Chevron gerieten im Sog des Ölpreisrutsches abermals unter Druck. Exxon Mobil büssten 1,25 Prozent ein und Chevron fielen um 2,18 Prozent.

Für weiteren Gesprächsstoff sorgte der neue Server-Prozessor Epyc von AMD, der den Aktien am Vortag bereits einen Kurssprung beschert hatte. Die Papiere legten am Mittwoch um mehr als 10 Prozent zu. Um 1,45 Prozent abwärts ging es dagegen für die Papiere des Chip-Erzrivalen Intel. Analyst Vivek Arya von Merrill Lynch fürchtet steigenden Druck auf den AMD-Konkurrenten. Er strich daher seine Kaufempfehlung.

Papiere von Red Hat schossen um mehr als 10 Prozent hoch. Der mit seiner gleichnamigen Linux-Version bekannte Softwarehersteller erhielt nach guten Zahlen und einem optimistischen Ausblick eine Empfehlung des Investmenthauses Stifel.

Ebenfalls gut kamen am Markt Geschäftszahlen und Ausblick von Adobe an. Für die Papiere des für PDF und Bildbearbeitung bekannten Softwarekonzerns ging es um 1,58 Prozent nach oben. Nach Börsenschluss folgt dann der SAP-Konkurrent Oracle mit Geschäftszahlen./mis/he

(AWP)