Aktien New York: Ölpreis-Verfall und Sorgen um Banken ziehen Dow nach unten

NEW YORK (awp international) - Die Wall Street hat auch am Dienstag im Sog wieder fallender Ölpreise keinen Halt gefunden. Zwischenzeitlichen Stabilisierungsversuchen ging die Luft aus. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial sank um 0,69 Prozent auf 15 916,21 Punkte.
09.02.2016 20:12

Im aktuellen Marktumfeld wollten sich viele Anleger nicht aus dem Fenster lehnen, sagte ein Fondsmanager. Anders als in der Vergangenheit würden Kursrückschläge derzeit nicht als Einstiegsgelegenheit gesehen. Angesichts der Sorgen um die Wirtschaft fehlten schlicht Kurstreiber.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es um 0,78 Prozent auf 1838,91 Zähler nach unten. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 knickte um 1,11 Prozent auf 3916,684 Punkte ein, nachdem es zunächst noch nach einem Erholungsversuch der arg gebeutelten Technologiewerte ausgesehen hatte.

Zuletzt hatten ein erneuter Rutsch der Ölpreise, die Ungewissheit über Chinas Konjunktur sowie über die weitere US-Zinsentwicklung den Aktienmarkt belastet. Neben Technologiewerten waren vor allem US-Bankenwerte deutlich unter Druck geraten. Experten verwiesen auf Sorgen über die Auswirkungen niedriger Rohstoffpreise, die Unternehmen in der Branche vermehrt in Zahlungsschwierigkeiten bringen könnten, was letztendlich auch die Banken treffen würde.

Die Aktien von Banken weiteten ihre jüngsten Kursverluste aus. JPMorgan-Papiere sanken um 1,80 Prozent, die Anteilsscheine von Goldman Sachs büssten 1,33 Prozent ein und Bank of America gaben um rund 1 Prozent nach. Für die Papiere der Citigroup ging es um mehr als 2 Prozent nach unten.

Papiere von Ölkonzernen gerieten angesichts wieder fallender Ölpreise unter Druck. Chevron Corp. knickten als Schlusslicht im Dow Jones um 4 Prozent ein. Die Aktien des Ölkonzerns ExxonMobil verloren mehr als 2 Prozent.

Verizon-Aktien gaben um 1,48 Prozent nach. Das Interesse des US-Telekom-Riesen am Internet-Konzern Yahoo wird laut Kreisen konkreter. Die Yahoo-Papiere fielen um 1,28 Prozent.

Der Warenhauskonzern Sears Holdings enttäuschte mit der Umsatzentwicklung im abgelaufenen Quartal. Die Sears-Anteilsscheine sackten um fast 8 Prozent ab.

Grund zur Freude hatten hingegen die Aktionäre von Coca-Cola . Die Anteilsscheine legten nach der Veröffentlichung von Quartalszahlen um 0,42 Prozent zu. Der Getränkekonzern hatte im vierten Quartal dank Kosteneinsparungen deutlich mehr verdient. Analysten lobten zudem die Fortschritte beim Unternehmensumbau./mis/he

(AWP)