Aktien New York: Ölpreiserholung sorgt für Entspannung nach Kursrutsch

NEW YORK (awp international) - Die Wall Street hat am Freitag im Sog gestiegener Ölpreise und einer aufgehellten Stimmung in der Bankenbranche einen erneuten Erholungsversuch gestartet. Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 1,12 Prozent auf 15 835,29 Punkte. Auf Wochensicht bedeutete das für den US-Leitindex aber immer noch ein Minus von mehr als 2 Prozent. Neben Konjunktursorgen hatten der fortgesetzte Rutsch der Ölpreise sowie Turbulenzen im Bankensektor belastet.
12.02.2016 17:00

Der marktbreite S&P 500 rückte am Freitag um 1,03 Prozent auf 1847,91 Zähler vor und für den technologielastigen Auswahlindex Nasdaq 100 ging es um 0,58 Prozent auf 3985,048 Punkte nach oben.

Die Ölpreiserholung liefere dem Aktienmarkt am Ende einer trüben Woche den benötigten Rückenwind, sagte Analyst Craig Erlam vom Devisenhändler Oanda. Viel mehr als eine Gegenbewegung nach dem jüngsten Kursrutsch dürfte es zunächst allerdings nicht sein. Die Ölpreise hätten von Presseberichten profitiert, dass sich die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) mit wichtigen Förderländern ausserhalb des Kartells auf eine Begrenzung der Fördermenge einigen könnte. Ähnliche Berichte habe es zuletzt aber mehrfach gegeben, ohne dass etwas passiert sei.

Von der Konjunkturseite kamen vor dem Wochenende gemischte Signale. So waren in den USA die Umsätze des Einzelhandels im Januar etwas stärker gestiegen als erwartet, während sich das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen im Februar überraschend eingetrübt hatte.

Die Aktien der Ölkonzerne profitierten von der Erholung des "schwarzen Goldes". ExxonMobil gewannen mehr als 1 Prozent und Chevron Corp. stiegen um fast 2 Prozent.

Noch gefragter waren die Anteilsscheine von Banken. Die Papiere von JPMorgan schnellten an der Spitze des Dow Jones um fünfeinhalb Prozent nach oben. Zuvor war bekannt geworden, dass der Chef der US-Bank, Jamie Dimon, Aktien im Wert von 26,6 Millionen US-Dollar gekauft hatte. Am Markt wurde das als Vertrauensbeweis gesehen.

Die Papiere des Wettbewerbers Goldman Sachs gewannen zweieinhalb Prozent, Citigroup rückten um 5 Prozent vor und Bank of America stiegen um 3 Prozent.

Der Versicherer American International Group (AIG) überzeugte mit einer Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms sowie einer Erhöhung der Dividende. Die Papiere gewannen viereinhalb Prozent.

Die Rabattcoupon-Internetseite Groupon hatte zum Jahresende bessere Geschäfte gemacht als erwartet und erfreute die Anleger mit einem guten Ausblick. Der Aktienkurs schoss um ein Viertel nach oben./mis/he

(AWP)