Aktien New York: Rekorde bei S&P und Nasdaq - Dow tritt auf der Stelle

Der S&P 500 und die technologielastigen Nasdaq-Börsen haben sich am Mittwoch gleich zum Handelsstart in Rekordhöhen aufgeschwungen. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial trat unterdessen mit plus 0,02 Prozent bei 21 578,84 Punkten einmal mehr auf der Stelle. Bereits seit Wochenbeginn hat er sich nach seinem Rekordhoch am Freitag bei 21 681,53 Punkten kaum mehr vom Fleck bewegt.
19.07.2017 16:31

Der S&P 500, der seinen Rekordlauf vom Freitag nun fortsetzte, stieg zuletzt um 0,22 Prozent auf 2466,01 Punkte. Seine Bestmarke erreichte er knapp unter 2469 Punkten. An der Technologiebörse kletterte der Nasdaq-Auswahlindex 100 bei 5911 Punkten auf ein Rekordhoch, bevor er etwas zurückkam und mit 5901,61 Punkten ein Plus von 0,37 Prozent verbuchte. Der Nasdaq Composite stieg zuletzt um 0,38 Prozent auf 6368,27 Zähler.

Unterstützung für die Börsen kam vom Bausektor. Dieser hatte sich im Juni von seiner schwachen Entwicklung der Vormonate deutlich erholt und die Markterwartung übertroffen. "Positiv hervorzuheben ist der Anstieg der Baugenehmigungen, die in den Index der Frühindikatoren einfliessen, der morgen zur Veröffentlichung ansteht", hoben die Experten der Helaba hervor.

Ansonsten standen Quartalsberichte im Fokus. So bescherte die Bank Morgan Stanley ihren Anlegern Freude, nachdem tags zuvor Konkurrentin Goldman Sachs enttäuscht hatte. Trotz der Flaute am Finanzmarkt war Morgan Stanley im zweiten Quartal weiter gewachsen. Die Erträge und der Gewinn hatten auch im zweiten Quartal merklich höher als ein Jahr zuvor gelegen.

Als Glücksfall erwies sich das für die Bank wichtige Geschäft mit der Vermögensverwaltung, das deutlich mehr Geld abwarf. Zudem übertraf das Geschäft rund um Übernahmen oder Börsengänge die Erwartungen von Analysten. Die Aktien von Morgan Stanley rückten im S&P 100 daraufhin um 2,55 Prozent vor, während die Goldman-Papiere ihre Vortagesverluste um 0,30 Prozent ausweitete.

Das IT-Urgestein IBM kämpft indes weiter mit schleppenden Geschäften. Im zweiten Quartal waren Überschuss und Umsatz verglichen mit dem Vorjahr zurückgegangen. Die fortgesetzte Schwäche im traditionellen Computer-Kerngeschäft hatte die Erlöse bereits das 21. Quartal in Folge schrumpfen lassen, auch wenn es in anderen Sparten durchaus starkes Wachstum gegeben hatte. Erschwerend hinzu kam der starke Dollar, denn IBM macht einen Grossteil seiner Geschäfte ausserhalb der USA. Der Aktienkurs des Konzerns rutschte um 4,05 Prozent ab.

United Continental büssten 4,08 Prozent ein - und das trotz gestiegener Passagierzahlen, Umsätze und Gewinne im zweiten Quartal. Börsianer sprachen davon, dass die Anleger Kasse machten. "Sell on good news", sei das Motto, nachdem die Aktie seit Jahresbeginn um gut 27 Prozent gestiegen war.

Der Konzern McCormick will derweil das Lebensmittelgeschäft des britischen Konsumgüterkonzerns Reckitt Benckiser übernehmen, was viele Anleger mit Verkäufen quittierten. Die Anteilscheine von McCormick verloren 5,48 Prozent, während die Papiere von Reckitt zuletzt in London um 1,30 Prozent stiegen./ck/he

(AWP)