Aktien New York Schluss: Gute Verbraucherstimmung verleiht Rückenwind

NEW YORK (awp international) - Eine gute Stimmung unter den US-Verbrauchern hat am Dienstag auch die Laune der Anleger an der Wall Street aufgehellt. Zudem sorgte das gute Abschneiden von US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton im Fernsehduell gegen ihren Konkurrenten Donald Trump für Erleichterung. So sehen viele Analysten einen möglichen Wahlerfolg von Trump als das grössere politische und wirtschaftliche Risiko.
27.09.2016 22:56

Der Dow Jones Industrial ging 0,74 Prozent höher bei 18 228,30 Punkten aus dem Handel. Der marktbreite S&P 500 stieg um 0,64 Prozent auf 2159,93 Zähler und der technologiewertelastige Nasdaq 100 rückte um 1,03 Prozent auf 4866,71 Punkte vor.

AMERICAN EXPRESS FEST

Die Verbraucherstimmung - ein Indikator für den für die US-Wirtschaft wichtigen privaten Konsum - war im September auf den höchsten Stand seit über neun Jahren gestiegen. Der US-Präsidentschaftswahlkampf belaste die Laune der Konsumenten offenbar nicht, schrieb Paul Ashworth, US-Chefvolkswirt des Analysehauses Capital Economics. Zudem scheine die Entwicklung eine Verbesserung des Arbeitsmarktes widerzuspiegeln.

Die Aktien von American Express zählten mit einem Plus von 1,36 Prozent zu den grössten Gewinnern im Dow Jones. Der Kreditkarten-Anbieter hatte ein Aktienrückkaufprogramm und eine Anhebung der Quartalsdividende angekündigt.

ANALYSTEN BEWEGEN

Für IBM-Papiere ging es um 1,81 Prozent nach oben, nachdem die französische Grossbank Societe Generale ihre Verkaufsempfehlung für die Aktien des Computer-Giganten gestrichen hatte. Die Analysten stufen sie nun mit "Halten" ein.

Die Anteilsscheine des Online-Händlers Amazon profitierten ebenfalls von einer Analystenstudie. Sie gewannen nach einem positiven Kommentar der Bank JPMorgan mehr als 2 Prozent.

EUROKURS WIEDER ÜBER 1,12 US-DOLLAR

Der Kurs des Euro machte im New Yorker Handel einen Teil seiner Verluste wett und stieg wieder über die Marke von 1,12 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1219 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1220 (Montag: 1,1262) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8913 (0,8879) Euro. Am Markt für US-Staatsanleihen stieg der Kurs richtungweisender zehnjährige Papiere um 7/32 Punkte auf 99 15/32 Punkte. Ihre Rendite betrug 1,56 Prozent./mis/he

(AWP)