Aktien New York Schluss: Rekord beim Dow - Tech-Werte im Hintertreffen

Die New Yorker Börsen haben am Montag einen unterschiedlichen Verlauf genommen. Einer frischen Bestmarke bei den Standardwerten im Dow Jones Industrial , der stetig Kurs auf die nächste Tausendermarke bei 22 000 Punkten nimmt, standen schwache Technologiewerte gegenüber.
31.07.2017 22:33

Der Dow rückte am Montag in der Spitze bis auf 21 929,80 Punkte vor. Letztlich brachte er einen Gewinn von 0,28 Prozent auf 21 891,12 Punkte ins Ziel. Mit 2,5 Prozent hat er im Juli das grösste Monatsplus seit Februar eingefahren. Viel davon erreichte er im späteren Monatsverlauf, was Experten vor allem mit der relativ gut verlaufenden Berichtssaison als Antreiber begründeten.

Bei den übrigen Indizes ist die Rekordjagd dagegen ins Stocken geraten. Börsianern zufolge war zum Monatsende ein Favoritenwechsel zu beobachten - weg von Technologiewerten. So kam es, dass es für deren Auswahlindex Nasdaq 100 am Montag um 0,48 Prozent auf 5880,33 Punkte abwärts ging. Im Juli hat er aber immer noch 4 Prozent gewonnen. Der breit gefasste S&P 500 gab derweil am Montag um knappe 0,07 Prozent auf 2470,30 Zähler nach.

AMAZON AN DER NASDAQ UNTER DRUCK

Der Favoritenwechsel zeigte sich unter anderem bei einigen vielbeachteten Technologieaktien: So gehörten Amazon an der Nasdaq mit Abgaben von fast 3 Prozent zu den grössten Verlierern. Erstmals seit zwei Wochen waren die Papiere des Online-Händlers wieder etwas weniger wert als 1000 Dollar. Die Papiere von Facebook und der Google-Mutter Alphabet sanken um 1,86 beziehungsweise 1,34 Prozent.

Der Dow dagegen wurde von den schwerer gewichtetetn Aktien des Bankhauses Goldman Sachs , des Mischkonzerns 3M, der Handelskette Home Depot und des Flugzeugbauers Boeing gestützt: sie gewannen zwischen einem halben und 1 Prozent. Auch Chevron legten um rund 1 Prozent zu: Den Aktien des Ölkonzerns kam zu Gute, dass ein Fass der US-Ölsorte WTI erstmals seit zwei Monaten wieder mehr als 50 Dollar kostete.

DISCOVERY-GEBOT FÜR SCRIPPS

Ansonsten sorgte eine milliardenschwere Übernahme für Gesprächsstoff: Das Medienunternehmen Discovery Communications will den Wettbewerber Scripps Networks schlucken. Die Discovery-Papiere sackten daraufhin um mehr als 8 Prozent ab, während jene von Scripps um gut ein halbes Prozent zulegten. Entsprechende Spekulationen hatten den Kurs zuvor schon hochgetrieben. Mit letztlich 87,41 Dollar blieben sie unterhalb des Angebotspreises von 90 Dollar je Aktie.

Für die Aktien von Altria gingen die Turbulenzen vom Freitag ungebremst weiter: sie büssten nochmals fast 3 Prozent ein, nachdem sie bereits vor dem Wochenende davon erschüttert worden waren, dass die US-Gesundheitsbehörde FDA über eine Begrenzung des Nikotingehalts in Zigaretten nachdenkt. Seit dem Bekanntwerden der Pläne haben sie nun schon fast 12 Prozent an Wert verloren.

HALTEPERIODE BEI SNAP ABGELAUFEN

Unter den Nebenwerten kamen Snap-Aktien mit rund 1 Prozent unter Druck, weil die beim Börsengang beschlossene Haltefrist für die zuvor schon engagierten Aktionäre endete. Börsianer befürchten, dass deshalb nun zusätzliche Papiere auf den Markt kommen werden. Das Unternehmen ist vor allem bekannt für seine Foto- und Nachrichten-App Snapchat.

Der Eurokurs sprang im New Yorker Handel erstmals seit Januar 2015 wieder über die Marke von 1,18 Dollar. Zuletzt wurden 1,1834 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 1,1727 (Freitag: 1,1729) US-Dollar festgesetzt. Bei den US-Staatsanleihen bewegten sich richtungweisende Papiere mit 100 24/32 Punkten kaum von der Stelle. Sie rentierten mit 2,29 Prozent./tih/he

--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

(AWP)