Aktien New York: Verhaltener Start vor Abstimmung über Gesundheitsreform

An der Wall Street haben sich die Anleger am Donnerstag vor wichtigen Nachrichten aus der Politik zurückgehalten. Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Handel wie bereits am Vortag kaum verändert bei 20 665,64 Punkten. Der S&P 500 gewann 0,06 Prozent auf 2349,75 Zähler. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 sank um 0,18 Prozent auf 5357,68 Punkte.
23.03.2017 15:38

Zuletzt hatten Zweifel an der Umsetzbarkeit der Wahlversprechen des neuen Präsidenten Donald Trump in puncto Bankenregulierung und hoher Infrastrukturausgaben für Ernüchterung an den Märkten gesorgt. Nun warteten die Anleger Händlern zufolge, ob an diesem Donnerstag wenigstens die Abstimmung im Repräsentantenhaus über die von Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Obama wie geplant verläuft. Das Ergebnis ist noch unklar, weil einige Republikaner dagegen stimmen könnten.

Eine Rede von US-Notenbankchefin Janet Yellen sorgte entgegen den Erwartungen kaum für Aufsehen, denn sie äusserte sich nicht zur Geldpolitik. Anleger hatten sich ursprünglich Hinweise darauf erhofft, ob die Fed mit Blick auf die anstehenden Leitzinserhöhungen ein hohes Tempo einschlägt. Auch neue Daten zum US-Immobilienmarkt hatten kaum Einfluss auf die Kurse. So sind die Verkäufe neuer Häuser im Februar zum Vormonat um 6,1 Prozent gestiegen und damit stärker als erwartet.

Unter den Einzelwerten bleiben die Aktien von Apple im Blick. Der Computerkonzern kündigte die Übernahme der Automations-App Workflow an. Zuletzt notierten die Papiere 0,4 Prozent leichter und gehörten damit zu den schwächsten Dow-Werten. Am Dienstag hatten sie noch ein Rekordhoch erreicht.

Spitzenreiter im Leitindex waren die Titel von Nike mit einem Plus von 1,7 Prozent. Händler sahen dabei einige Schnäppchenjäger am Werk, nachdem die Aktien vom Vortag um rund 7 Prozent abgesackt waren. Der weltgrösste Sportartikelkonzern hatte mit einem nicht ganz so stark wie erhofft ausgefallenen Umsatzwachstum im dritten Geschäftsquartal sowie schwächeren Auftragseingängen die Anleger verschreckt.

Intel-Papiere verloren rund 1 Prozent an Wert. Der Halbleiterkonzern hatte eine leichte Erhöhung der Quartalsdividende angekündigt.

Der zweitgrösste US-Autobauer Ford enttäuschte die Investoren mit einer verhaltenen Gewinnprognose. Für das laufende erste Quartal stellte der Konzern am Donnerstag ein bereinigtes Ergebnis zwischen 30 und 35 Cent je Aktie in Aussicht. Die Erwartungen der Analysten hatten bei 47 Cent gelegen. Als Gründe nannte Ford höhere Kosten, geringere Verkaufszahlen und ungünstige Wechselkurse. Die Anteilsscheine fielen um 1,8 Prozent.

Positive Analystenkommentare bescherten den Anteilsscheinen von Ferrari ein Plus von 2,5 Prozent auf 69,86 Dollar. Die Bank Citigroup hatte die auch in Mailand gelisteten Aktien zum Kauf empfohlen. Die Analysten der Bank Morgan Stanley halten im günstigsten Fall einen Kursanstieg auf bis zu 100 US-Dollar für möglich./edh/das

(AWP)