Aktien New York: Verluste nach verlängertem Wochenende

Der US-Aktienmarkt hat am Dienstag die internationale Börsenschwäche vom Wochenauftakt nachgezeichnet. Während am Montag in den USA die Handelssäle wegen des Feiertags "Laborday" geschlossen geblieben waren, hatte die Eskalation im Nordkorea-Konflikt in Asien und Europa zu moderaten Verluste geführt. Anleger hatten besorgt auf einen erneuten Atombombentest sowie die Ankündigung verschärfter Sanktionen durch die USA reagiert.
05.09.2017 17:05

Der Dow Jones Industrial verlor nun im frühen Handel 0,78 Prozent auf 21 817,48 Punkte, nachdem der US-Leitindex in der Vorwoche per saldo einen Gewinn von 0,8 Prozent verzeichnet hatte. Für den 500 Werte umfassenden S&P 500 ging es am Dienstag um 0,47 Prozent auf 2464,88 Punkte abwärts. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,48 Prozent auf 5959,45 Punkte ein. Am Freitag noch hatte er kurz nach Handelsstart erstmals in seiner Geschichte die Marke von 6000 Punkten überwunden.

Die kurz nach dem Börsenstart veröffentlichten Auftragseingänge für die US-Industrie im Juli bewegten kaum. Sie waren wie am Markt erwartet zurückgegangen. Transportgüter herausgerechnet, waren sie leicht gestiegen.

In den Fokus am Markt rückte unternehmensseitig vor allem ein Übernahmevorhaben. Es bahnt sich eine der grössten Akquisitionen in der Geschichte der Luftfahrtbranche an. Der Mischkonzern United Technologies will den Flugzeugausrüster Rockwell Collins für insgesamt 30 Milliarden US-Dollar kaufen. Den Aktionären von Rockwell Collins werden insgesamt 140 Dollar je Aktie geboten: 93,33 Dollar in bar und der Rest in United-Anteilen. Während die Aktien von United Technologies am Ende des Wall-Street-Börsenbarometers knapp 4 Prozent einbüssten, gewannen die Papiere von Rockwell an der New Yorker Börse (Nyse) 0,68 Prozent.

An der Dow-Spitze hingegen stiegen die Aktien von Home Depot um 1,19 Prozent auf 152,58 Dollar und profitierten davon, dass die Bank of America/Merrill Lynch sich positiv zur Baumarktkette äusserte. Die Analysten nahmen die Bewertung mit "Buy" wieder auf und setzten ein Kursziel von 170 Dollar. Damit empfehlen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg nun 20 Analysehäuser Home Depot zum Kauf und 10 raten zum Halten. Aktuell gibt es kein Verkaufsvotum.

Die Papiere von Walt Disney gehörten mit plus 0,65 Prozent zu den Dow-Favoriten. Die Bank Wells Fargo hat die Aktien des Medienunternehmens auf "Outperform" hochgestuft.

Auch ein weiterer Wirbelsturm zieht Aufmerksamkeit auf sich: Auf "Harvey" folgt in den USA nun Hurrikan "Irma". Über dem Atlantik gewann "Irma" weiter an Kraft und zieht als Hurrikan der höchsten Stufe fünf Richtung Karibik. Ob und wo "Irma" auf das US-Festland trifft, ist noch unklar, doch für Florida etwa wurde vorsorglich der Ausnahmezustand erklärt. Aktien von US-Versicherern wie etwa Allstate oder des Kfz-Versicherers Progressive reagierten mit überdurchschnittlichen Verlusten von um die zwei Prozent. Die Aktien der AIG gaben um 0,71 Prozent nach./ck/jha/

(AWP)