Aktien New York: Wall Street bleibt nach Fed-Protokoll moderat im Plus

Die Wall Street hat am Mittwoch zunächst kaum auf das Protokoll zur jüngsten Sitzung der US-Notenbank (Fed) reagiert. Die wichtigsten Aktienindizes hielten sich nach einigen kurzen Zuckungen im Plus. Den Notenbankern zufolge dürften die Konsumausgaben in den kommenden Monaten zulegen.
24.05.2017 20:13

Der Dow Jones Industrial stieg zuletzt um 0,21 Prozent auf 20 982,53 Punkte. Tags zuvor hatte der US-Leitindex bereits seine Erholung nach einem Rückschlag in der vergangenen Woche mit gebremstem Tempo fortgesetzt. Am Mittwoch nun sorgten einmal mehr enttäuschende Nachrichten vom Immobilienmarkt für etwas Ernüchterung. So waren die Verkäufe bestehender Häuser im April überraschend stark gesunken.

Der marktbreite S&P-500-Index stand zur Wochenmitte 0,07 Prozent höher bei 2400,16 Punkten. Für den Nasdaq 100 ging es um 0,24 Prozent auf 5717,12 Zähler nach oben.

Schlusslicht im Dow waren die Aktien von General Electric mit einem Minus von 2,10 Prozent auf 27,69 US-Dollar. Börsianer verwiesen als Belastung auf Aussagen des Chefs des Mischkonzerns, Jeffrey Immelt, auf einer viel beachteten Analystenkonferenz. Immelt zufolge muss sich das Unternehmen anstrengen, um noch wie geplant im kommenden Jahr einen Gewinn je Aktie von 2 Dollar zu erwirtschaften. Weitere Kosteneinsparungen seien nun nötig.

Unter den weiteren Einzelwerten litten die Papiere von Tiffany unter schwachen Quartalszahlen und sackten um gut 8 Prozent ab. Damit zählten die Aktien zu den Schlusslichtern im S&P 500. Der Schmuckhersteller enttäuschte mit rückläufigen Umsätzen im ersten Jahresviertel.

Ebenfalls unter Druck gerieten die Anteilscheine von Lowe's , die mehr als 3 Prozent einbüssten. Die Baumarktkette hatte enttäuschende Gewinnzahlen für das erste Quartal präsentiert.

Für die Papiere von Praxair hingegen ging es um knapp 2 Prozent nach oben. Der Dax-Konzern und Industriegasehersteller Linde und sein US-Wettbewerber sind ihrer bei den Arbeitnehmern umstrittenen Fusion deutlich näher gekommen. Verhandlungsteams beider Unternehmen erzielten nun eine grundsätzliche Einigung.

Unter den Technologiewerten fanden Nvidia-Aktien nach Informationen aus informierten Kreisen Beachtung und gewannen gut 1 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, hat der japanische Telekom- und Medienkonzern Softbank nach und nach einen 4 Milliarden US-Dollar schweren Anteil an dem Grafikchiphersteller angehäuft. Damit seien die Japaner nun mit 4,9 Prozent an Nvidia beteiligt, hiess es. Das ist eine Schwelle, die noch nicht meldepflichtig ist.

Klarer Spitzenreiter im Nasdaq 100 waren die Anteilscheine von Intuit mit einem Plus von mehr als 7 Prozent. Der Anbieter von Finanzsoftware hatte mit seiner Buchungssoftware für kleinere Unternehmen einen derart hohen Umsatz erwirtschaftet, dass nun der Ausblick angehoben wurde./la/he

(AWP)