Aktien New York: Wall Street nach Arbeitsmarktdaten im Minus

Die US-Börsen sind am Donnerstag schwach in den Handel gestartet. Negative Indizien für den Arbeitsmarkt gaben dabei die Richtung vor, zumal Anleger derzeit wegen der geopolitischen Sorgen um den Nordkorea-Konflikt ohnehin zögerlich zu Werke gehen. Ein besser als erwartet ausgefallener ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor konnte dies nicht aufwiegen. Der Leitindex Dow Jones Industrial fiel um gut ein halbes Prozent auf 21 363,77 Punkte.
06.07.2017 16:46

Wie der Dienstleister ADP berichtete, ist die Beschäftigung im Privatsektor im Juni weniger stark gestiegen als erwartet. Ausserdem war die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend gestiegen. Am Markt wurde dies als negatives Zeichen für den offiziellen Arbeitsmarktbericht gewertet, der am morgigen Freitag veröffentlicht wird. Die Experten der Helaba sehen dafür aber weiterhin robuste Vorgaben.

Auch für die Indexkollegen des Dow ging es bergab: Der marktbreite S&P-500-Index gab um 0,72 Prozent auf 2415,04 Punkte nach. Der Index der Technologiewerte Nasdaq 100 sackte sogar um 1,15 Prozent auf 5583,94 Punkte ab. Seine Erholungsbewegung vom Vortag erwies sich damit als Strohfeuer.

Auf Unternehmensseite blieb die Nachrichtenlage dünn. General Electric gehörten im Dow mit 1,5 Prozent zu den Verlierern, was vor allem mit einem negativen Kommentar der Analysten von JPMorgan begründet wurde. Die Experten sehen den fairen Wert der Aktie, die aktuell bei 27 Dollar notiert, nur noch bei 22 Dollar. Zudem ist der Mischkonzern eines von mehreren Unternehmen, denen die EU-Kommission vorwirft, bei Übernahmen gegen Vorschriften für das Fusionskontrollverfahren verstossen zu haben.

Intel büssten im Leitindex ebenfalls fast 1,5 Prozent ein und revidierten so einen Teil ihrer Kursgewinne vom Vortag, als vor allem Chipwerte einen Erholungsversuch gestartet hatten. Kursverluste bei Walt Disney und Verizon standen ausserdem in Zusammenhang mit der Dividendenauszahlung.

Bei Tesla setzte sich der freie Fall der vergangenen Handelstage mit einem Kursrutsch um nochmals 5 Prozent fort. Zu den zuletzt spürbaren Sorgen um die ambitionierten Unternehmensziele gesellte sich Börsianern zufolge nun die Meldung, dass die Premium-Limousine "Model S" in einem Crash-Test ein enttäuschendes Ergebnis abgeliefert habe./tih/she

(AWP)