Aktien New York: Weiter auf hohem Niveau - Warten auf Trump-Rede

Die Wall Street ist am Montag zunächst kaum in Tritt gekommen. Der Dow Jones Industrial notierte zuletzt 0,02 Prozent höher bei 20'826,84 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 rückte um 0,03 Prozent auf 2'368,15 Punkte vor. Der Technologie-Auswahlindex Nasdaq 100 verlor hingegen 0,15 Prozent auf 5'335,42Punkte. Die Indizes befinden sich damit weiterhin auf einem rekordhohem Niveau.
27.02.2017 17:08

US-Konjunkturdaten hatten keinen Einfluss auf das Kursgeschehen: Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Januar war überraschend gesunken. Dagegen waren die Auftragseingänge für langlebige Güter unerwartet deutlich gestiegen.

Vor einer Rede von US-Präsident Donald Trump vor dem Kongress an diesem Dienstag wagten sich die Anleger kaum vor, hiess es. Es brauche konkretere Aussagen Trumps zu den vor Wochen angekündigten Steuererleichterungen, um die dreimonatige Kursrally seit seiner Wahl zu rechtfertigen, kommentierte Analyst Mike van Dulken von Accendo Markets. Doch laut Finanzminister Steven Mnuchin, der letzte Woche die ersten Interviews nach seiner Vereidigung gab, wird die Steuerreform frühestens im August verabschiedet.

Rüstungswerte wie Lockheed Martin, Raytheon oder Boeing profitierten von Meldungen aus dem Weissen Haus in Washington zu steigenden Rüstungsausgaben. Raytheon etwa gewannen rund eineinhalb Prozent. Hoffnungen auf Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu Ausgaben für die US-Infrastruktur trieben Aktien wie Caterpillar an, die als bester Dow-Wert gut 2 Prozent gewannen.

Beim Milka-Hersteller Mondelez sorgten abkühlende Übernahmehoffnungen für einen Kursrückgang um fast 3 Prozent. Der US-Investmentguru Warren Buffett hat laut Medienberichten nach dem gescheiterten Kauf des Konsumgüterkonzerns Unilever durch Buffetts Beteiligung Kraft Heinz derzeit keine alternativen Übernahmeziele im Visier. Kraft-Heinz-Aktien büssten etwas mehr als 1 Prozent ein.

Die Aktien des Elektroautobauers Tesla rutschten nach kritischen Aussagen von Goldman Sachs um mehr als 4 Prozent ab. Die US-Bank hatte sie nach dem deutlichen Kurszuwachs seit Anfang Dezember abgestuft und rät nun zum Verkauf./ajx/he

(AWP)