Aktien New York: Weiter Zurückhaltung vor Arbeitsmarktbericht

Vor dem wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag überwiegt an der Wall Street weiter die Zurückhaltung. Experten zufolge dürfte eine gute Beschäftigungsentwicklung in den USA die amerikanische Notenbank Fed darin bestärken, auf ihrer Sitzung Mitte März den Leitzins anzuheben. Nach entsprechenden Aussagen von Fed-Präsidentin Janet Yellen und anderer Währungshüter gilt ein solcher Schritt als so gut wie sicher.
07.03.2017 17:28

Der Dow Jones Industrial sank am Dienstag zuletzt um 0,04 Prozent auf 20'946,53 Punkte. Damit droht der New Yorker Leitindex den vierten Tag in Folge nicht in Schwung zu kommen - noch am vergangenen Mittwoch hatte er erstmals in seiner langen Geschichte die Marke von 21'000 Punkten geknackt. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor am Dienstag 0,14 Prozent auf 2'371,99 Zähler, während der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 ein knappes Plus von 0,06 Prozent auf 5'363,30 Punkte schaffte.

Eine Übernahmeofferte katapultierte die Aktien von Nimble Storage um 45,35 Prozent auf 12,50 US-Dollar hoch. Der IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise (HPE) will den kalifornischen Hersteller von Hard- und Softwareprodukten für die Datenspeicherung für rund 1 Milliarde Dollar beziehungsweise 12,50 Dollar je Aktie kaufen. Die HPE-Titel zeigten sich unbewegt.

Bei Dish Network konnten sich die Anteilseigner über einen Kurssprung von 4,85 Prozent freuen. Der Fernsehsatellitenbetreiber ersetzt vom 13. März an den Halbleiter- und Softwarehersteller Linear Technology im S&P 500. Die Linear-Aktien zeigten sich mit einem knappen Kursplus davon wenig beeindruckt.

Derweil herrscht bei den Machern der populären Foto-App Snapchat wohl weiter Moll-Stimmung: Nach dem fulminanten Börsengang am Donnerstag und Kursgewinnen am Freitag verloren die Snap-Aktien schon zu Wochenbeginn über 12 Prozent. Am Dienstag ging es um weitere 9,18 Prozent auf 21,59 Dollar bergab - damit notieren die Papiere inzwischen klar unter dem ersten Kurs von 24 Dollar, behaupten sich aber noch über dem Ausgabepreis von 17 Dollar.

Wall-Street-Analysten gefällt unter anderem nicht, dass Anleger die Aktien nur ohne Stimmrechte bekommen. Damit gehen die Snapchat-Gründer Evan Spiegel und Bobby Murphy noch weiter als andere in der Tech-Branche, um die Kontrolle über ihre Firma zu behalten. Thematisiert wird am Markt zudem die harte Konkurrenz von Facebook mit seinen Plattformen Instagram und WhatsApp. Zudem sind die Zeiten im Kamera-Geschäft schwierig, das Snap auch angesichts des zuletzt lahmenden Nutzerwachstums zum Hoffnungsträger erklärt hatte./gl/he

(AWP)