Aktien New York: Zollstreit lastet einmal mehr auf der Stimmung

Der Handelsstreit zwischen den USA und China bleibt das bestimmende Thema an der Wall Street. Nachdem sich zuletzt etwas Hoffnung auf eine gütliche Einigung zwischen den beiden Staaten breit gemacht hatte, dämpfte am Donnerstag eine neue Runde gegenseitiger Strafzölle die Stimmung.
23.08.2018 20:16

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel rund zwei Stunden vor dem Handelsschluss um 0,30 Prozent auf 25 655,41 Punkte und der marktbreite S&P 500 gab um 0,12 Prozent auf 2858,44 Zähler nach. Beide Indizes haben aber auch einen guten Lauf hinter sich, der beim S&P sogar in einem Rekordhoch gemündet hatte. Für den technologiewertelastigen Nasdaq 100 ging es um 0,07 Prozent auf 7894,66 Punkte nach oben.

Die Blicke richten sich zudem auf die internationalen Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole. Dort dürfte es aber erst am Freitag so richtig spannend werden, denn dann wird sich der Präsident der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, äussern.

Unter den Favoriten im Dow Jones waren die Aktien des Softwarekonzerns Microsoft mit einem Plus von knapp 1 Prozent. Die Aktien der Ölunternehmen Chevron und ExxonMobil fielen hingegen um bis zu 1 Prozent.

Akorn-Aktien brachen während der Gerichtsverhandlung über die vom Medizinkonzern Fresenius abgeblasenen Übernahme des US-Generikaherstellers um 14 Prozent ein. Händler, die den Prozess verfolgten, werteten die Fragen des Richters an die Akorn-Anwälte als negativ für den Ausgang des Prozesses aus Sicht der Amerikaner. Fresenius hatte den Kauf abgeblasen, weil Akorn laut Einschätzung der Bad Homburger mehrere Vollzugsvoraussetzungen nicht erfüllte.

Für die in den USA gelisteten Papiere der chinesischen Handelsplattform Alibaba ging es nach anfänglichen Gewinnen zuletzt um 0,79 Prozent abwärts. Zwar habe der Konzern mit seiner Umsatzentwicklung die Erwartungen übertroffen, doch lasteten fortgesetzte Investitionen auf der Profitabilität, sagte ein Händler./mis/he

(AWP)