Aktien New York: Zurückhaltung zum Wochenstart

NEW YORK (awp international) - Die Anleger an der Wall Street haben sich am Montag mit Engagements zurückgehalten. In dieser Woche steht die Leitzinsentscheidung der US-Notenbank Fed auf der Agenda und in der kommenden Woche dürfte sich alles um die Volksabstimmung der Briten über den Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) drehen.
13.06.2016 20:07

Der Dow Jones Industrial bewegte sich am Montag nur wenig vom Fleck und gab zuletzt um 0,32 Prozent auf 17 808,43 Punkte nach. Für den breit gefassten S&P-500-Index ging es um 0,39 Prozent auf 2087,83 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 büsste 0,57 Prozent auf 4435,71 Punkte ein.

Am Wochenende hatten zahlreiche Volkswirte, Zentralbanker und Firmenchefs eindringlich vor gravierenden Konsequenzen gewarnt, falls die Briten am 23. Juni für ein Ausscheiden aus der EU stimmen sollten. Umfragen zufolge halten sich Befürworter und Gegner eines Brexits in etwa die Waage.

An diesem Mittwoch richten sich aber zunächst einmal die Blicke auf die Zinsentscheidung der Fed. Nach zuletzt überraschend schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt rechnet allerdings kaum ein Experte mit einer Zinserhöhung.

Bewegung kam zu Wochenbeginn vor allem durch Übernahmevorhaben in den Markt. So will Microsoft das Online-Karrierenetzwerk LinkedIn für rund 26 Milliarden US-Dollar übernehmen. Der Softwarekonzern bietet 196 Dollar pro Aktie. Während die LinkedIn-Papiere um 46,71 Prozent auf 192,31 Dollar hochsprangen, fielen die Anteilsscheine von Microsoft am Dow-Ende um knapp 3 Prozent.

Der IT-Sicherheitsanbieter Symantec will seinen Rivalen Blue Coat Systems schlucken und dessen Chef an die Spitze des Gesamtkonzerns setzen. Der Kaufpreis liegt bei 4,65 Milliarden Dollar in bar, wie die beiden kalifornischen Unternehmen in der Nacht zum Montag mitteilten. Symantec, dessen Aktien um rund 6 Prozent anzogen, sieht den Zukauf als weiteren Schritt im Zuge seines Umbaus. Die Gesellschaft will sich im schnell wachsenden Markt für Computersicherheit eine führende Position sichern. Blue Coat Systems war erst im vergangenen Jahr vom Finanzinvestor Bain Capital gekauft worden.

Das verheerende Massaker in Orlando, das mindestens 50 Menschen das Leben kostete, trieb die Aktien von Waffenherstellern in die Höhe: Die Papiere von Smith & Wesson zogen um 7,61 Prozent an und die von Sturm, Ruger & Co. gewannen knapp 10 Prozent. Bereits in der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass Waffenkäufe nach Amokläufen stark angestiegen waren, weil Käufer sich selbst verteidigen wollten oder schärfere Gesetze fürchteten./la/he

(AWP)