Aktien Schweiz Eröffnung: Gewinne - Signale im Handelsstreit, EZB wirkt nach

Zum Wochenschluss legt der Schweitzer Aktienmarkt im frühen Handel zunächst zu. Gestützt wird er dabei durch die Vorgaben aus Übersee und die sich abzeichnende Deeskalation im US-chinesischen Handelsstreit. Aber auch die verschiedenen Massnahmen der EZB vom Vortag wirken nach.
13.09.2019 09:35

So hat US-Präsident Donald Trump erklärt, er könne sich im Handelsstreit mit China auch ein vorläufiges Abkommen vorstellen. Schon zuvor waren versöhnlichere Töne auch den USA und China zu hören. Medienberichte, wonach sich beide Länder auf eine Übergangslösung geeinigt hätten, wurden allerdings vom Weissen Haus dementiert. Darüber hinaus wirke die weitere geldpolitische Lockerung der EZB vom Vortag nach, heisst es von Händlern.

Der Swiss Market Index (SMI) gewinnt gegen 9.20 Uhr 0,24 Prozent auf 10'118,34 Punkte hinzu. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) notiert um 0,27 Prozent höher bei 1'553,60 Zählern und der breite Swiss Performance Index (SPI) steigt um 0,13 Prozent auf 12'265,31 Zähler. 17 der 30 SLI-Titel rücken vor, elf fallen und zwei sind unverändert.

Unter den grössten Gewinnern sind im frühen Handel vor allem die grössten Verlierer vom Vortag zu finden. So ziehen die Aktien der UBS um 1,9 Prozent an, Julius Bär und die CS folgen mit Aufschlägen von jeweils 1,5 Prozent. Sie hatten am Donnerstag im Zuge der EZB-Entscheidungen zu den schwächsten Werten gezählt. Für die Banken bedeuteten noch negativere Zinsen/Renditen nochmals schlechtere Ertragsaussichten, heisst es von Händlerseite.

Klar im Plus sind zudem die Genussscheine von Roche (+1,7%). Auch sie waren zuletzt verstärkt aus den Depots geflogen. Ausserdem hat der Pharmakonzern am Morgen Erfolge aus der Pipeline gemeldet. Eine Kaufempfehlung von Merrill Lynch wird zudem im Handel als Stütze genannt.

Roche schwimmen mit den Gewinnen unter den Blue Chips denn auch gegen den Strom. Mit Lonza, Vifor, Alcon und Sonova gehören sämtliche Vertreter der Gesundheitsbranche mit Abgaben zwischen 0,9 und 0,2 Prozent zu den Verlieren.

Im breiten Markt fallen noch die Aktien von Implenia (+4,1%) auf, nachdem eine Aktionärsgruppe um Veraison Capital, Parmino Holding und Max Rössler nun stärker mitreden will.

hr/ra

(AWP)