Aktien Schweiz Eröffnung: Kaum bewegt - Handelsstreit und Italien verunsichern

Der Schweizer Aktienmarkt tritt am Donnerstag im frühen Handel auf der Stelle. Neben uneinheitlichen Vorgaben aus Übersee sei auch die Nachrichtenlage alles andere als einfach, heisst es im Handel. Dabei beziehen sich die Börsianer unter anderem auf die jüngsten Nachrichten aus den USA, wo US-Präsident Donald Trump den nationalen Notstand in der Telekommunikation erlassen hat.
16.05.2019 09:35

Damit räumt er der US-Regierung per Dekret umfassende Möglichkeiten ein, gegen ausländische Telekom-Unternehmen vorzugehen. Wie Händler erklären, wird dies als Schritt gegen China und das dort angesiedelte Unternehmen Huawei interpretiert. Des Weiteren wird am Markt die Entwicklung in Italien als beunruhigend beschrieben. Experten sprechen von einer desolaten Lage der italienischen Staatsfinanzen, die über kurz oder lang zu einer grösseren Konfrontation mit der EU führen könnte.

Der Swiss Market Index (SMI) steht gegen 9.15 Uhr 0,04 Prozent höher bei 9'484,15 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) notiert bei 1'472,42 Zählern um 0,07 Prozent im Plus, und der breite Swiss Performance Index (SPI) gewinnt 0,13 Prozent auf 11'485,20 Punkte hinzu. Von den 30 Top-Werten gewinnen 15 hinzu, zehn verlieren und fünf sind unverändert.

Zu den grössten Gewinnern zählen Zykliker wie Schindler, LafargeHolcim (je +1,1%) und Adecco (+0,4%). Der Baustoffhersteller LafargeHolcim bekommt am Tag nach der Zahlenvorlage Rückenwind durch positive Analystenkommentare.

Als tendenziell stützend erweisen sich die beiden Pharmaschwergewichte Roche (+0,2%) und Novartis (+0,1%). Während Roche von positiven Produktnews profitiert, hat bei Novartis die UBS ihre Schätzungen für die Genersatztherapie Zolgensma nach oben angepasst.

Aufwärts geht es mittlerweile auch für den Börsenneuling Alcon (+0,4%). Nach der erstmaligen Zahlenpräsentation nach der Abspaltung von Novartis gewinnen die Titel 0,3 Prozent. Die Quartalsbilanz biete Licht und Schatten, heisst es in ersten Kommentaren.

Auf der Verliererseite finden sich derweil Nestlé-Aktien (-0,2%). Der Konzern will seine Hautpflegesparte für rund 10 Milliarden Franken an ein Konsortium verkaufen. Laut Morgan Stanley wäre das mehr als bislang erwartet wurde.

hr/ys

(AWP)

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