Aktien Schweiz Eröffnung: Kaum Verändert - Mangel an Impulsen

Der Schweizer Aktienmarkt tritt am Mittwoch im frühen Handel auf der Stelle. Alle wichtigen Indizes zeigen sich wenig verändert; und dem Leitindex SMI gelingt vorerst der Sprung über die Marke von 9'200 Zählern nicht, unter der er am Vorabend zum ersten Mal im Oktober geschlossen hatte. Händler sprechen von einem weitgehend impulslosen Börsengeschehen.
25.10.2017 10:15

Laut Analysten besteht allerdings eine gewisse Tendenz zu Gewinnmitnahmen, weil am Donnerstag die Europäische Zentralbank (EZB) die neusten geldpolitischen Entscheide verkünden wird - was naturgemäss mit Unsicherheit behaftet ist. Leicht positiv ist dagegen die Entwicklung am Devisenmarkt, wo der Euro in der Nacht mit knapp 1,1662 CHF auf den höchsten Stand seit Aufhebung der Untergrenze stieg. Das ist für die Schweizer Exportfirmen eine gute Nachricht. Abgesehen davon sind die Vorgaben aus New York in etwa neutral.

Der SMI verliert bis um 09.30 Uhr um 0,03% auf 9'191,72 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt derweil 0,03% auf 1'492,42 Stellen, während der breite Swiss Performance Index (SPI) wiederum um 0,02% auf 10'516,74 Zähler nachgibt. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 16 im Minus, 11 im Plus und drei unverändert.

Zu den einzelnen Blue Chips liegen keine bedeutenden Nachrichten vor. Entsprechend halten sich die Ausschläge in Grenzen. Nur drei Titel verzeichnen eine Kursveränderung von mehr als 1%.

Die deutlichsten Einbussen erleiden Adecco (-1,2%). Die Papiere des Personalvermittlers hatten schon am Vortag zu den grössten Verlierern gezählt. Als Grund galten enttäuschende Zahlen des Konkurrenten Randstad im US-Geschäft.

Dahinter geben Aryzta (-0,6%), SGS (-0,4%) und Partners Group (-0,3%) am stärksten nach.

Die schwergewichtigen Novartis (-0,2%), die am Vortag nach der Zahlenvorlage mit Einbussen von 3% hauptverantwortlich für das moderate Minus des Gesamtmarktes waren, finden sich erneut bei den Verlierern wieder. Belastend wirkt sich nun eine Ratingsenkung von Barclays auf 'Underweight' aus; die Analysten des Instituts zeigen sich enttäuscht von den Nachrichten vom Vortag - etwa, dass der Alcon-Entscheid vertagt wurde. Leichte Verluste erleiden auch das zweite Pharmaschwergewicht Roche (-0,1%) sowie Nestlé (-0,1%).

Auf der anderen Seite legen Logitech (+1,3%), die am Vortag nach der Zahlenvorlage markant einbüssten, am stärksten zu. Analysten hatten sich damals über diese Verluste gewundert, weil die Zahlen eigentlich besser ausfielen als erwartet. Dass es nun zu einer Gegenbewegung kommt, ist somit keine grosse Überraschung.

Klar im Plus sind ausserdem Swiss Re (+1,1%). Die Papiere profitieren von einer Ratingerhöhung durch Barclays auf 'Overweight'. Nach hohen Schadenkosten im dritten Quartal halte er die Branche für gut gewappnet, um die Gewinne wieder auf das Niveau von vor der Hurrikan-Saison zu hieven, schreiben die zuständigen Analysten.

Klar im Plus sind ausserdem die beiden Luxusgüterpapiere von Richemont und Swatch (je +0,5%). Knapp bei den Gewinnern halten sich auch CS (+0,3%) und UBS (+0,1%).

Am breiten Markt ist etwas mehr los. So hat etwa Vontobel (+2,1%) Zahlen vorgelegt. "Der Bericht zum dritten Quartal liest sich gut", kommentiert die Zürcher Kantonalbank den Abschluss.

Zahlen gab es ausserdem von die Glarner Kantonalbank (+0,3%) und HBM (unv.).

Das Augenmerk der Investoren richtet sich ausserdem nochmals auf AMS (-0,6%), nachdem die Papiere des österreichischen Chipherstellers am Vortag um fast 22% in die Höhe geschnellt waren. Hier kommt es offensichtlich zu keinen signifikanten Gewinnmitnahmen.

Grössere Verluste verzeichnen dagegen Schmolz+Bickenbach (-3,2%), nachdem die Credit Suisse die Aktien des Stahlherstellers auf 'Underperform' von 'Neutral' gesenkt hat - mit Verweis auf Fragezeichen bezüglich der Kostenentwicklung im kommenden Jahr.

rw/cf

(AWP)