Aktien Schweiz Eröffnung: Knappes Minus - Adecco stärker unter Druck als Zurich

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag entgegen der vorbörslichen Indikation mit moderaten Verlusten in die Sitzung gestartet. Die Vorgaben aus Übersee sind eher verhalten, allerdings legten die chinesischen Aktien am Berichtstag klar zu. Dort wurden Daten zur Inflation veröffentlicht. Geprägt wird die Situation hierzulande insbesondere von verschiedenen Spezialsituationen. So haben nebst Adecco und Zurich auch einige Unternehmen aus dem breiten Markt Zahlen vorgelegt.
09.08.2018 09:30

Weiterhin auf Trab gehalten werden die Investoren von der Entwicklung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Die neuen und gegenseitig ausgesprochenen Zölle belasteten die Stimmung, hiess es dazu in Marktkreisen. Allerdings hält sich der negative Einfluss dieses leidigen Themas in Grenzen. So hat sich der SMI mit der Juli-Hausse der Marke von 9'200 Punkten angenähert und diese vor zwei Tagen auch schon kurz überschritten. Per Saldo bewegt sich der Leitindex seit zwei Wochen aber trotz wiederholter Negativ-Nachrichten von der Politfront vor allem seitwärts.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.15 Uhr 0,41 Prozent tiefer bei 9'138,13 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,36 Prozent auf 1'495,68 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,33 Prozent auf 10'885,43 Punkte.

Am meisten unter Druck stehen in der Startphase Adecco (-1,2%). Der Stellenvermittler aus Zürich erlitt auch im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang. Dabei verfehlte das Unternehmen die jeweiligen Analystenerwartungen zwar nur knapp. Negativ ins Gewicht fällt aber vor allem die organische Wachstumsverlangsamung, welche sich bis in den Juli hineinzog.

Ebenfalls nach Halbjahreszahlen büssen Zurich (-0,7%) moderat an Terrain ein, nachdem die Titel im vorbörslichen Geschäft klar höher gestellt wurden. Entgegen anders lautenden Erwartungen konnte der Versicherungskonzern den Betriebsgewinn (BOP) im ersten Halbjahr prozentual zweistellig steigern. Als "Haar in der Suppe" wurde einzig der etwas tiefer als erhoffte Gewinnbeitrag seitens der US-Tochter Farmers bezeichnet.

Tiefer gestellt werden weiter die Schwergewichte Nestlé, Novartis und Roche oder auch alle Bankaktien. Vifor Pharma (+2,1%) holen dagegen als Spitzenreiter einen Teil der Vortagesverluste wieder auf.

Im breiten Markt stehen jeweils nach Zahlen SPS, Valiant, Orell Füssli, Evolva und Lastminute unter Beobachtung, wobei Orell Füssli mit einem Minus von 0,9 Prozent die stärkste Bewegung zeigen.

cf/kw

(AWP)