Aktien Schweiz Eröffnung: Leicht tieferer Start vor Jackson Hole-Treffen

Die Schweizer Börse ist mit leicht tieferen Kursen in den Donnerstagshandel gestartet. Händler erwarten kein sehr aktives Geschäft, da sich die Anleger vor dem Beginn des jährlichen Notenbanker-Treffens in Jackson Hole im US-Bundesstaat Wyoming zurückhalten würden. Am Mittwoch hatte die Hoffnung auf Zinssenkungen und staatliche Konjunkturhilfen noch für kräftige Gewinne gesorgt.
22.08.2019 09:35

Die Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung der US-Notenbank Fed am Vorabend hatte dem Markt bezüglich der Zinspolitik indes keine neuen Impulse verleihen können. Die jüngste Zinssenkung habe sich eher als blosse Anpassung in der Mitte des Zyklus erwiesen denn als Auftakt einer aggressiven Lockerungsserie, sagen Börsianer zum Protokoll. Der Anleihenmarkt interpretierte die Mitschrift gar als Hinweis, dass es im kommenden Monat nicht unbedingt zu einem weiteren grossen Zinsschritt kommen müsse. Neue Hinweise über den weiteren Kurs erhoffen sich die Anleger nun am Freitag, wenn Fed-Chef Jerome Powell an der Tagung eine Rede hält.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 9.15 Uhr 0,24 Prozent leichter bei 9'824,96 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) sinkt um 0,26 Prozent auf 1'489,36 und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,29 Prozent auf 11'947,60 Zähler. Von den 30 SLI-Werten stehen 20 im Minus, acht im Plus und zwei sind unverändert.

AMS stechen dabei mit einem Abschlag von 2,1 Prozent heraus. Der Sensorenhersteller kann im Übernahmepoker um den deutschen Lampenhersteller Osram mitmachen; ein Stillhalteabkommen wurde aufgehoben. Neben AMS bieten auch Bain Capital und The Carlyle Group mit. Während die Österreicher 38,50 Euro je Osram-Aktie offerieren, haben die Finanzfirmen 35 Euro angeboten. Am Markt kamen die 4,3 Milliarden schweren Übernahmepläne von AMS nicht gut an.

Aufmerksamkeit erhalten am breiten Markt Sunrise, die um 3,2 Prozent fallen. Der Telekommunikationskonzern zeigt sich offen für Änderungen beim UPC-Deal. Konkret sei es denkbar, eine Kapitalerhöhung in geringerem Umfang durchzuführen und das restliche Geld in Form einer Pflichtwandelanleihe zu beschaffen, heisst es. Gleichzeitig geht Sunrise auf Konfrontationskurs mit seinem Hauptaktionär Freenet, der sich gegen die Übernahme von UPC Schweiz stemmt. Da geraten die Zahlen zum zweiten Quartal etwas in den Hintergrund.

pre/ys

(AWP)