Aktien Schweiz Eröffnung: Leichte Abgaben - ABB gesucht

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Donnerstag mit geringfügigen Kursverlusten in den Handel gestartet. Da die Vorgaben aus Übersee neutral sind lassen es die Akteure nach der jüngsten Runde bei den Semesterabschlüssen heute etwas ruhiger angehen, heisst es in einem Kommentar. Allerdings gilt es auch am heutigen Donnerstag wieder eine Reihe von Zwischenergebnissen einheimischer Unternehmen zu verarbeiten.
19.07.2018 09:35

Die Wall Street hatte gestern kaum auf die Veröffentlichung des Konjunkturberichts der US-Notenbank Fed, das sogenannte Beige Book, reagiert. Denn es brachte keine neue Erkenntnisse gegenüber dem zuvor von Fed-Chef Jerome Powell vorgetragenen Rechenschaftsbericht. Da momentan keine Störmanöver von Donald Trump in Sicht sind, können sich die hiesigen Marktteilnehmer voll und ganz auf die laufende Halbjahresberichtssaison konzentrieren.

Der Swiss Market Index (SMI) gibt bis um 9.15 Uhr um 0,03 Prozent auf 8'935,82 Punkte nach. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt dagegen 0,06 Prozent auf 1'470,05 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) verliert 0,06 Prozent auf 10'678,65 Punkte. Die Mehrheit der SMI-Titel steht im Minus. Von den 30 wichtigsten Titeln notierten 17 im Plus, 22 im Minus und einer unverändert (Swisscom).

Gestützt wird der Markt von den Aktien des Pharmakonzerns Novartis (+0,4 Prozent), der gestern starke Semesterzahlen veröffentlicht hatte und mit einem Plus von 3,2 Prozent aus dem Handel gegangen waren. Société Générale hat im Anschluss auch das Kursziel angehoben.

Im Fokus stehen aber ABB, die 4,5 Prozent zulegen und damit den SMI anführen vor Kühne+Nagel (+1 Prozent), Credit Suisse (+0,8 Prozent) und SGS (+0,6 Prozent); SGS waren gestern nach der Vorlage von Halbjahreszahlen 3,7 Prozent tiefer aus dem handel gegangen.

Der Industriekonzern ABB verzeichnete im zweiten Quartal ein moderates Wachstum bei verbesserter Gewinnmarge. Auf Gewinnebene übertraf er die Konsens-Erwartungen der Analysten.

Auf ein erfolgreiches Halbjahr zurückblicken kann auch Kühne+Nagel. Bei allen wichtigen Gewinnzahlen gelang dem Logistikkonzern eine deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Givaudan dagegen geben 2,9 Prozent nach, obwohl der weltgrösste Aromen- und Riechstoffhersteller mit seinen Halbjahreszahlen die Markterwartungen ebenfalls übertroffen hat. Die Titel bilden vor Roche (-1,2 Prozent) das Schlusslicht unter den SMI-Werten.

Im breiten Segment stehen vor allem Dormakaba mit einem Minus von 15,6 Prozent vor Rieter (-11,3 Prozent), Leonteq (-10,7 Prozent und Bobst (-10,7 Prozent). Diese hatten ihre Zwischenergebnisse veröffentlicht. Dabei verzeichnete Rieter eine deutliche Umsatzsteigerung, der Bestellungseingang verlief aber schleppend.

Dormakaba steigerte zwar den Umsatz und den EBITDA, das organische Wachstum und die EBITDA-Marge blieben jedoch hinter den Erwartungen des Unternehmens zurück. Leonteq schliesslich übertraf mit seinem Gewinnzahlen ebenfalls die Analystenprognosen. Temenos verlieren nach guten Halbjahreszahlen 4,4 Prozent.

sig/ra

(AWP)