Aktien Schweiz Eröffnung: Leichte Abgaben - Grossbanken gesucht

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Mittwoch mit Abgaben in den Handel gestartet. Rückenwind erhält die Börse zwar von starken Konjunkturdaten aus den USA und Australien. Andererseits sorgt die Entwicklung in verschiedenen Schwellenländern für Verunsicherung unter den Anlegern und lässt sie eine abwartende Haltung einnehmen. Zudem sind Impulse von Seiten Schweizer Unternehmen Mangelware.
05.09.2018 09:33

Da der Tageskalender mit anstehenden Daten von kotierten Unternehmen leer ist, richtet sich der Blick der Anleger auf das wirtschaftpolitische Umfeld. Dort trüben nach wie vor die Aussicht auf eine Eskalation des Handelskrieges der USA mit China die Stimmung. Die Türkei und Argentinien kämpfen zudem mit einer Währungskrise. Auf dem Börsenparkett herrsche die Sorge, dass sich die Krisen auf weitere Länder ausweiten könnten, schreibt ein Marktbeobachter.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.15 Uhr 0,28 Prozent tiefer bei 8'926,73 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,22 Prozent auf 1'460,62 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,33 Prozent auf 10'661,66 Stellen. Von den 30 wichtigsten Titeln befinden sich 23 im Minus und 7 im Plus.

Gestützt wird der Markt vom Schwergewicht Roche, das 0,1 Prozent zulegt. Höher notieren auch die beiden Grossbankenwerte UBS (+0,5%) und Credit Suisse (+0,4%).

Schindler gewinnen 0,2 Prozent und profitieren damit von einer Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs. Der Broker bestätigt die Anlageempfehlung Kaufen.

Die grössten Verluste verbuchen dagegen LafargeHolcim mit -0,9 Prozent vor Julius Bär mit -0,8 Prozent. Für die Aktien der Privatbankengruppe hat Vontobel das Kursziel nach unten revidiert.

Im breiten Markt stechen Kuros mit Abgaben von 6,9 Prozent hervor. Das Biotech-Unternehmen hat im ersten Halbjahr erneut einen Verlust geschrieben.

Auch Temenos verlieren mit -1,9 Prozent überdurchschnittlich, nachdem Jefferies die Abdeckung der Titel mit der Einstufung Underperform wieder aufgenommen haben. Die Analysten rechnen mit einer langsameren Marktentwicklung insbesondere in den USA.

Auf der Gewinnerliste figurieren beispielsweise Kudelski mit einer kleinen Avance von 0,2 Prozent. Die Kudelski-Tochter Nagra erhielt vom Medienkonzern Vodafone einen Auftrag.

sig/kw

(AWP)