Aktien Schweiz Eröffnung: Leichte Abgaben zum Wochenstart

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Montag mit leichten Verlusten gestartet. Nach einem starken Schlussspurt in der Vorwoche überwiegt zum Wochenstart wieder die Vorsicht. So hatten in New York die Börsen vor dem Wochenende bereits unter der Sorge gelitten, dass die US-Regierung die Kapitalströme in Richtung China begrenzen könnte. Auch die Börsenkotierung chinesischer Unternehmen in den USA steht offenbar zur Debatte. In Marktkreisen hiess es, dass sowohl das im Gespräch stehende Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump als auch die angesprochenen Aktionen im Handelsstreit mit China eher geringe Eintrittswahrscheinlichkeiten hätten, dass das Börsenklima aber trotzdem etwas darunter leide.
30.09.2019 09:35

Am Morgen kamen zudem gemischte Signale aus der chinesischen Industrie. Vor der neuen Verhandlungsrunde im Handelskrieg mit den USA, die wohl am 10. Oktober stattfinden soll, hat sich die vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmung in den kleineren und mittleren chinesischen Unternehmen gebessert. Der staatliche Indikator, der vor allem bei grossen und staatlichen Industriebetrieben ermittelt wird, stieg ebenfalls leicht, blieb aber knapp unter der Wachstumsschwelle.

Der Swiss Market Index (SMI) büsst um 09.15 Uhr 0,16 Prozent auf 10'022,02 Punkte ein. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,12 Prozent auf 1'531,7 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,18 Prozent auf 12'166,0 Punkte. Von den 30 wichtigsten Aktien geben rund zwei Drittel nach.

Die beiden Pharmaschwergewichte Novartis und Roche zeigen sich mit leichten Verlusten von 0,1 bzw. 0,2 Prozent unauffällig. Novartis hat gleich mit zwei Produktkandidaten die gesteckten Ziele in der Behandlung von Asthma-Patienten erreicht. Und Roche hatte am Freitagabend über Zulassungen für das Krebsmittel Tecentriq in Kanada sowie durch die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA für Rituxan für die Behandlung von Kindern mit zwei seltenen Blutgefässerkrankungen berichtet. Insgesamt werden die Nachrichten im Handel als eher beschränkt kursrelevant angesehen.

Die grössten Verluste verzeichnen Temenos (-0,9%), Alcon und Lonza (je -0,6%).

Credit Suisse (+0,8%) stehen derzeit an der Spitze der Tabelle. Die Bank steht nach verschiedenen Berichten in der Wochenendpresse weiterhin wegen der ausgearteten Bespitzelungsaffäre im Fokus. Am Montag hat die "Financial Times" mit Bezug auf Insider berichtet, dass der Verwaltungsrat der Credit Suisse offenbar an CEO Tidjane Thiam festhalten wolle.

Im breiten Markt geben Sunrise 0,8 Prozent nach. Der Telekomkonzern hatte am Morgen wie erwartet eine neue Kapitalstruktur zur Finanzierung der geplanten Übernahme von UPC Schweiz vorgelegt. Die benötigte Kapitalerhöhung ist nun deutlich tiefer als ursprünglich vorgesehen.

cf/ys

(AWP)

 
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