Aktien Schweiz Eröffnung: Leichte Abgaben - Zykliker und Banken unter Druck

Die Lage am Schweizer Aktienmarkt scheint sich nach dem Ausverkauf der vergangenen Woche weiter zu beruhigen. Nachdem sich der Leitindex SMI am Freitag leicht erholt gezeigt hat, büsst er am Montag zu Handelsbeginn nur leicht an Wert ein. Während das defensive Schwergewicht Roche dem SMI etwas Halt gibt, stehen vor allem Banken und Zykliker nach wie vor unter Druck.
15.10.2018 09:30

Die Marktlage bleibe insbesondere mit Blick auf die anhaltenden geopolitischen Sorgen angespannt, hiess es im Handel. So sei es im Ringen um einen Brexit-Deal zwischen der EU und Grossbritannien noch zu keinem Durchbruch gekommen und auch die Budgetplanung in Italien gebe zu Reden. Darüber hinaus sind die deutschen Koalitionsparteien geschwächt aus den Wahlen in Bayern hervorgegangen und im Handelsstreit zwischen den USA und China gebe es noch viele ungelöste Fragen.

Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis 09.15 Uhr 0,24 Prozent auf 8'639,74 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,28 Prozent auf 1'381,02 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,20 Prozent auf 10'212,39 Punkte nach.

Bei den Blue Chips geben AMS mit 1,4 Prozent am stärksten nach. Anschliessend folgen die Papiere des Bankensoftwarespezalisten Temenos, die in der Vorwoche zweistellig nachgegeben hatten und nun weiter 0,9 Prozent verlieren. Ebenfalls um 0,9 Prozent tiefer stehen ABB. Weitere Zykliker wie Kühne+Nagel oder Schindler (je -0,6%) gehören auch zu den grössten Verlierern.

Auf der Gegenseite tendieren Roche (+0,2%) leicht im Plus. Die Basler haben positive Studiendaten zu Kadcyla in der Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Brustkrebs vorgelegt. Nun warten Analysten auf die abschliessenden Daten, um allenfalls die Erwartungen zu Kadcyla anzuheben.

Die beiden weiteren Schwergewichte Nestlé (-0,2%) und Novartis (-0,4%) können sich dem anhaltenden Abwärtstrend nicht entziehen. Unter Druck bleiben auch die Grossbanken Credit Suisse (-0,6%) und UBS (-0,5%).

Am breiter gefassten Markt geht es mit Santhera um 7,5 Prozent nach oben. Das Unternehmen hat von einem vorberatenden Gremium der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) eine positive Stellungnahme zu einem Prüfmedikament erhalten.

mk/kw

(AWP)