Aktien Schweiz Eröffnung: Leichte Verluste - Bekannte Themen geben Ton an

Der Schweizer Aktienmarkt startet mit leichten Abgaben in die neue Handelswoche. Wie es im Handel heisst, bestimmen altbekannte Themen das Marktgeschehen. Dazu zählt massgeblich der Handelsstreit zwischen den USA und China. Wie ein Stratege es nennt, ist der Markt derzeit stark Schlagzeilen-getrieben.
20.05.2019 09:42

Laut einem aktuellen Marktkommentar bekommen auch immer mehr europäische Unternehmen, die in China tätig sind, die Folgen der von beiden Seiten verhängten Strafzölle zu spüren. US-Präsident Donald Trump hatte die Auseinandersetzung damit angeheizt, dass er den Technologiekonzern Huawei auf die Schwarze Liste gesetzt hat. Aber auch seine verschärfte Rhetorik in Richtung Iran und der Brexit sorgen weiterhin für Vorsicht. Leicht positiv wird derzeit der Wahlsieg der australischen Regierung gesehen. Ebenso werden die jüngsten Wirtschaftsdaten aus Japan insgesamt als tendenziell erfreulich gewertet.

Der Swiss Market Index (SMI) verliert gegen 9.20 Uhr 0,19 Prozent auf 9'641,12 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt um 0,35 Prozent nach auf 1'488,84 Zähler, und der breite Swiss Performance Index (SPI) steht 0,10 Prozent tiefer bei 11'660,06 Punkten. Von den 30 Top-Werte fallen 16 zurück, zwölf legen zu und Geberit und Roche sind unverändert.

Besonders deutlich geht es für den Baustoffkonzern LafargeHolcim mit -3,9 Prozent oder 2,08 Franken abwärts. Allerdings wird der Konzern ex-Dividende gehandelt. Lafarge schüttet seinen Aktionären je Aktien 2,00 Franken aus.

Derweil gehören AMS (-4,0%) zu den Unternehmen, die tendenziell unter den Sanktionen gegen Huawei als Leidtragenden genannt werden. So schränken Google und andere amerikanische Technologiekonzerne ihre Zusammenarbeit mit dem chinesischen Netzausrüster und Smartphone-Anbieter ein. Aber auch Chipkonzerne wie Qualcomm, Broadcom und Xilinx haben laut Berichten ihren Mitarbeitern mitgeteilt, dass Huawei bis auf weiteres nicht beliefert werde.

Weitere Technologieaktien wie Logitech (-1,4%) und Temenos (-1,0%) folgen dem schwächeren Branchentrend.

Deutlichere Verluste verzeichnen unter den Blue Chips Julius Bär (-2,0%) nach einer Abstufung auf "Neutral" durch die UBS. Im breiten Markt sorgt eine neu ausgesprochene Verkaufsempfehlung der UBS für EFG (-4,0%) für noch stärkere Abgaben.

Gefragt sind dagegen dividendensichere Werte wie Swiss Re, Swisscom und Zurich, die zwischen 0,5 und 0,2 Prozent gewinnen.

hr/rw

(AWP)

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