Aktien Schweiz Eröffnung: Leichter - Sonova unter Druck

Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Mittwoch nach einer leicht festeren Eröffnung im frühen Handel schwächer. Auf die freudige Reaktion über das Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko, die am Montag die Wallstreet auf Höchststände hievte, folgten an den US-Märkten am Vortag Gewinnmitnahmen. Da am hiesigen Markt nur noch wenige Unternehmen mit Zwischenergebnissen aufwarten, fehlt es an richtungsweisenden Impulsen.
29.08.2018 09:30

Nachdem das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko zuerst als Anzeichen für eine Entspannung in den Handelskonflikten aufgenommen wurde, meldeten sich mit zeitlichem Abstand zunehmende kritische Stimmen zu Wort. Das Abkommen habe wenig mit Wettbewerb zu tun, sondern vielmehr mit einer sanften Form der Planwirtschaft, monierte eine Kommentator. Für den freien Welthandel werde es dadurch nicht einfacher. Am Nachmittag könnten noch US-Konjunkturdaten für Impulse sorgen.

Der Swiss Market Index (SMI) steht um 09.15 Uhr 0,27 Prozent tiefer bei 9'059,91 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,18 Prozent auf 1'483,87 Punkte und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,22 Prozent auf 10'821,12 Punkte. Von den 30 Titeln stehen 13 im Plus, 16 im Minus, und einer (Schindler) notiert unverändert.

Am deutlichsten legen Givaudan mit einer Avance von 1,3 Prozent zu. Die Gesellschaft hält morgen Donnerstag den Investorentag ab. Im Vorfeld hat Morgan Stanley die Abdeckung mit der Ratingeinstufung "Overweight" wieder aufgenommen.

Die Schwergewichte Nestlé (+0,1%), Roche (-0,6%) und Novartis (-0,7%) vermögen den Markt nicht zu stützen. Alcoa, die Augensparte von Novartis, ruft das Produkt CyPass Micro-Stent vom Markt zurück. Das Unternehmen erwartet gemäss einem Sprecher keinen finanziellen Einfluss aus dem Rückzug.

Auffällige Verluste erleiden im Feld der SLI-Titel Sonova mit -2,7 Prozent. Laut einem Händler soll Tobias Rhis 1,78 Millionen Aktien - entsprechend 2,7 Prozent der ausstehenden Titel - verkauft haben. Das Unternehmen wollte dies auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren.

Im breiten Markt stechen Emmi mit Abgaben von 4,3 Prozent nach der Publikation des Halbjahresergebnisses hervor. Die Resultate haben die Erwartungen der Analysten nicht ganz erfüllt.

U-blox geben 2,4 Prozent nach. Die Credit Suisse hat das Kursziel für die Aktien gesenkt, das Anlagerating "Outperform" indes bestätigt.

Auf der Gegenseite gefallen Jungfraubahn, die nach der Vorlage der Halbjahreszahlen 4,5 Prozent zulegen.

Die Valoren der Basler Kantonalbank wiederum gewinnen 3,5 Prozent, nachdem das Institut den Steuerstreit mit den USA einer geringeren Busse als erwartet abschliessen konnte.

sig/rw

(AWP)

 
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