Aktien Schweiz Eröffnung: Leichtes Plus zu Quartalsbeginn

Für den Schweizer Aktienmarkt fällt der Start in das zweite Quartal am Montag leicht positiv aus. Grundsätzlich sprechen Händler von einer insgesamt freundlichen Grundstimmung nach dem guten ersten Quartal. Deutliche Kursverluste bei den Grossbanken begrenzen jedoch beim Leitindex SMI das Aufwärtspotenzial.
03.04.2017 10:15

Nachdem die Berichtssaison nun weiterstgehend abgeschlossen ist, stehen in dieser Woche vor allem Konjunkturdaten auf der Agenda. Den Anfang machte an diesem Morgen in Japan der so genannte Tankan-Bericht, der leicht gestiegen ist. Hierzulande ist der besser als erwartet ausgefallene Einkaufsmanager-Index PMI für März ein Beleg für die allgemein freundliche Stimmung. Er bewegt sich auf dem höchsten Stand seit Februar 2011. Darüber hinaus dürften erneut politische Themen das Marktgeschehen beeinflussen. So sorgt etwa US-Präsident Donald Trump mit seinen Aussagen gegenüber der "Financial Times" über einen möglichen Alleingang beim Thema Nordkorea für Unsicherheit. Auch das für diese Woche geplante Treffen zwischen Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping steht dabei im Fokus.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert gegen 09.30 Uhr 0,10% höher bei 8'669,50 Punkte. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die grössten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, notiert nahezu unverändert bei 1'376,87 Punkten, während der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,13% auf 9'650,34 Zähler hinzugewinnt. Von den 30 wichtigsten Titeln notieren 18 im Plus, 11 im Minus und Swiss Life unverändert. Mit der freundlichen Tendenz schliesst der Leitindex zunächst an die Tendenz des ersten Quartals an, in dem der SMI um 5,3% gestiegen ist.

Als klare Stützen für den Markt erweisen sich die drei Schwergewichte Roche (+0,6%), Novartis und Nestlé (beide +0,1%). Die beiden Pharma-Werte profitieren dabei von Studiendaten bzw. der EU-Zulassung für eine Kombinations-Therapie.

Mit Galenica (+0,8%) meldet sich noch ein weiterer Vertreter aus der Gesundheitsbranche zu Wort. Das Unternehmen hat die Angaben zum bevorstehenden Börsengang der Apotheken- und Logistiksparte leicht modifiziert, und die Preisspanne für die Galenica-Santé- Aktien wird neu auf 37 CHF bis 39 CHF festgelegt. Zuvor lag das untere Ende der Spanne bei 31 CHF. Ausserdem wird das Platzierungsvolumen erhöht.

Klare Gewinne verzeichnen noch LafargeHolcim und Swatch (beide +0,8%). Beide Aktien hatten bereits im ersten Quartal zu den grösseren Gewinnern gehört und knüpfen damit an diese Tendenz an. Zu LafargeHolcim liegt noch ein positiver Analystenkommentar von HSBC vor.

Die beiden grössten Verlierer sind im frühen Handel dagegen die Aktien der beiden Grossbanken Credit Suisse (-1,3%) und UBS (-1,1%). Von der CS gibt es zu dem Verfahren mehrerer europäischer Länder gegen mögliche Steuersünder vom vergangenen Freitag die Ankündigung der Bank, eine interne Untersuchung eingeleitet zu haben.

Dass die UBS und auch Julius Bär (-0,4%) ebenfalls schwächer tendieren, erklären Börsianer auch mit dem insgesamt schwächeren europäischen Bankensektor.

Mit den Aktien der Zurich Insurance und der Swiss Re (beide -0,4%) fallen noch weitere Vertreter aus der Finanzbranche zurück. Etwas fester tendieren dagegen Bâloise (+0,2%), die den im Januar angekündigten Kauf von knapp über 71% an der Pax Anlage AG vollzogen hat.

Im breiten Markt springen die Evolva-Aktien zunächst um bis zu 14% an, notieren aktuell mit +7,7% aber wieder etwas unter diesem Niveau. Das Unternehmen hat mit dem US-Partner Cargill eine langfristige Vereinbarung getroffen.

Zudem stehen Schmolz+Bickenbach (+5,2%) nach einer positiven Gewinnwarnung im Fokus. Das Unternehmen hat über einen deutlich verbesserten Geschäftsgang in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres berichtet.

hr/rw

(AWP)