Aktien Schweiz Eröffnung: Moderate Verluste bei leichter Beruhigung

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Dienstag erneut mit tieferen Kursen in die Sitzung gestartet, hat diese aber in den ersten Handelsminuten weitgehend abgebaut. Nach drei Verlusttagen und insbesondere der grossen Nervosität vom Vortag sorgt zwar die Stabilisierung des Ölpreises auf höherem Niveau für eine gewisse Beruhigung der Nerven. Und auch die Absage von US-Präsident US-Trump an einen Militärschlag gegen den als Verursacher der Anschläge auf die saudi-arabische Ölinfrastruktur vermuteten Iran sorgt für eine gewisse Abkühlung der Gemüter. Der SMI profitiert aber vor allem von den als sicher geltenden Schwergewichten.
17.09.2019 09:33

Die Lage bleibt wegen des Ölpreises insgesamt angespannt. Geopolitische Instabilität im Nahen Osten sei zwar nichts Neues, heisst es am Markt. Die Attacke auf die Anlagen in Saudi-Arabien und der massive Sprung des Ölpreises hätten aber einen historischen Anstrich. Ein deutlich höherer Preis für das "Schwarze Gold" könnte zudem die bereits angeschlagene Weltwirtschaft weiter belasten, so die Befürchtungen. Hierzu passt auch die vom Seco reduzierte Prognose für das Wachstum der Schweizer Wirtschaft im laufenden Jahr.

Der Swiss Market Index (SMI) verliert bis um 09.15 Uhr 0,02 Prozent auf 9'967,01 Punkte. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 0,26 Prozent auf 1'531,48 Punkte nach, wogegen der breite Swiss Performance Index (SPI) minim um 0,01 Prozent auf 12'073,59 Punkte anzieht. Von den 30 wichtigsten Aktien geben 26 nach.

Zu den grössten Verlierern gehören angesichts der unsicheren Lage Finanzwerte wie Julius Bär (-1,4%), CS (-0,9%), UBS (-0,8%), Swiss Life (-0,9%) oder Zurich (-0,8%).

Clariant (-1,0%) werden von einem kritischen Kommentar des Brokers Baader Helvea zur Chemie-Branche etwas gebremst.

AMS (-0,2%) stabilisieren sich auf tieferem Niveau. Am Vortag waren die Titel des österreichischen Sensorherstellers nach neuen Details zur geplanten Übernahme des Konkurrenten Osram, den Investoren unterschiedlich beurteilen, noch grösste Verlierer.

Auf der Gegenseite werden Alcon (+0,6%) von Neuigkeiten zu einer Neuorganisation der Finanzierung leicht gestützt.

Der Gesamtmarkt wird aber insbesondere von den stabilen bis gesuchten Schwergewichten Roche (+0,7%), Nestlé (+0,3%) und Novartis (+0,3%) getragen.

cf/rw

(AWP)