Aktien Schweiz Eröffnung: Politik sorgt für Kursgewinne auf breiter Front

Die Schweizer Börse tendiert zur Wochenmitte unterstützt von politischen Faktoren auf breiter Front fester. Die Anleger reagierten auf die politische Entwicklung in Grossbritannien, in Italien und in Honkong mit Erleichterung, heisst es im Markt. Die Gegner eines ungeordneten Brexit fügten Premierminister Boris Johnson am Dienstag eine schwere Niederlage zu. Sie ebneten den Weg für ein Gesetz gegen einen No-Deal-Brexit. Bereits am Mittwoch soll der Entwurf durchs Unterhaus gepeitscht werden.
04.09.2019 09:49

In Italien hat zudem die Fünf-Sterne-Bewegung einer Regierung mit den Sozialdemokraten zugestimmt. Und in Hongkong will die Regierung einem Zeitungsbericht zufolge den Entwurf für das umstrittene Gesetz für Auslieferungen nach China komplett zurückziehen. Der bereits auf Eis gelegte Gesetzentwurf war der Auslöser der monatelangen Demonstrationen und hat der in der Wirtschaft in der chinesischen Sonderverwaltungsregion stark geschadet.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 9.20 Uhr um 1,09 Prozent höher auf 9'960,27 Punkten. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) gewinnt 1,08 Prozent auf 1'511,30 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,98 Prozent auf 12'129,73 Zähler. Sämtliche 30 SLI-Werte notieren fester.

An der Spitze der Blue Chips stehen die zuletzt arg gebeutelten Luxusgüterhersteller Swatch (+4,6%) und Richemont (+4,4%). Ihr Aktienkurs hat im Zusammenhang mit den Demonstrationen in Hongkong und wegen des Handelsstreits der USA mit China stark gelitten.

Die Aktien von Temenos (+1,5%) profitieren von einer Kaufempfehlung. JP Morgan hat die Abdeckung mit dem Rating 'Overweight' und dem Kursziel 190 Franken aufgenommen.

AMS (+2,1%) setzen die Erholung fort. Am Vortag hat der Sensorenhersteller die Übernahmefirst für den deutschen Lichtkonzern Osram offiziell gestartet.

Die als defensiv beurteilten Schwergewichte Nestle (+0,9%), Novartis (+1,1%) und Roche (+0,9%) und zyklische Titel wie ABB (+1,0%) und Adecco (+0,8%) gewinnen in etwa im Rahmen des Gesamtmarktes. Stärker steigen die Banken Credit Suisse (+1,5%), Julius Bär (+1,5%) und UBS (+1,3%), die europaweit im Aufwind sind.

Am breiten Markt setzen Stadler Rail (+1,7%) nach dem Kursrückschlag vom Vortag zu einer Erholung an. Der Eisenbahnhersteller hat einen 125 Millionen Franken schweren Auftrag aus der Bundeshauptstadt Bern erhalten.

pre/uh

(AWP)

 
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