Aktien Schweiz Eröffnung: Schwächer vor allem wegen Novartis

Der Schweizer Aktienmarkt gibt am Mittwoch im frühen Geschäft leicht nach, belastet vor allem von schwachen Novartis. Nach dem starken Lauf der vergangenen gut zwei Wochen und knapp unter dem am Vortag markierten neuen Allzeithoch legt der SMI damit eine Verschnaufpause ein. Leicht getrübt wird die Stimmung von Konjunktursorgen, nachdem der IWF am Vortag seine Prognosen für das weltweite Wachstum der Wirtschaft im laufenden Jahr klar zurückgenommen hat. Die Mehrheit der Titel zeigt sich davon aber wenig beeindruckt.
10.04.2019 09:32

Der Berichtstag hält international gesehen einige wichtige Termine bereit. Nebst dem neuesten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank am frühen Nachmittag wird am Abend das Protokoll der letzten Sitzung der amerikanischen Notenbank veröffentlicht, welches jeweils mit Interesse studiert wird. Politisch gesehen dürften die Schlagzeilen einmal mehr von Grossbritannien bestimmt sein. Kurz vor dem Beginn des EU-Sondergipfels zum Brexit scheint es wenig Zweifel zu geben, dass der Termin für den britischen EU-Austritt noch einmal deutlich verschoben wird.

Der Swiss Market Index (SMI) notiert um 09.10 Uhr 0,13 Prozent tiefer bei 9'569,69 Punkten. Während der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,10 Prozent auf 11'418,63 Punkte nachgibt, legt der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI) 0,03 Prozent auf 1'475,64 Punkte zu. Von den 30 wichtigsten Aktien legen 21 zu, acht verlieren und einer (Clariant) steht unverändert.

Der SMI-Neuling und Börsenstar des Vortages Alcon bestätigt das gute Börsendebut mit einem moderaten Minus von 0,1 Prozent. Am Vortag hatte der Titel mit einem Eröffnungskurs von 55 Franken unerwartet gut abgeschnitten und dieses Niveau bis zum Börsenschluss um über 5 Prozent auf gut 58 Franken ausgebaut. Verschiedene Banken haben bereits ihre Einschätzung zu Alcon geäussert. So stuft Morgan Stanley die Aktie mit "Overweight" ein, Berenberg mit "Hold" oder die UBS mit "Neutral".

Novartis dagegen führen die Liste der Verlierer mit einem deutlichen Minus von 1,4 Prozent an, belastet von einer Abstufung durch Morgan Stanley auf "Underweight". Die Spannung vor der Alcon-Abspaltung und neue Lancierungen im Pharmabereich hätten im März dazu geführt, dass sich Novartis-Aktien besser als die von Konkurrent Roche entwickelt hätten, hiess es dazu bei der amerikanischen Bank. Roche stehen praktisch unverändert (-0,03%).

Die längere Liste der Gewinner wird von AMS (+1,2%), Lonza (+1,1%) und Vifor Pharma (+0,5%) angeführt.

Im breiten Markt fallen nach guten Umsatzdaten Gurit (+4,3%) und nach einer Abstufung durch Baader Helvea auf "Sell" Valora (-5,3%) auf. Cosmo (+2,5%) werden vom Abschluss eines Vertriebsvertrags für ein neues Endoskopie-Gerät mit Medtronic etwas gestützt.

cf/uh

(AWP)

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